21:35 23 November 2017
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    Ich möchte insbesondere Russlands Teilnahme an Olympia 2018 – OK-Präsident

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    Politik
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    Der Präsident des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele 2018, Lee Hee-beom, hat seinen besonderen Wunsch geäußert, die russische Nationalmannschaft in Pyeongchang begrüßen zu dürfen.

    Hee-beom  hat dies am Dienstag in New York erklärt, nachdem die UN-Generalversammlung eine Resolution über die Einhaltung des olympischen Waffenstilstandes verabschiedet hatte.

    „Als Präsident des Organisationskomitees möchte ich aufrichtig, dass alle Länder – insbesondere Russland – (an den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang – Anm. d. Red.) teilnehmen werden. In dieser Situation ist dies für uns sehr wichtig“, so Hee-beom auf die Frage eines Journalisten von RIA Novosti bezüglich der Medienberichte über einen möglichen Ausschluss der russischen Mannschaft von den Olympischen Winterspielen 2018.

    Hee-beom hat sich seinen Angaben nach vor kurzem mit der Delegation des Nationalen Olympischen Komitees Russlands getroffen und die Teilnahme der russischen Sportler besprochen.

    „Wir wissen, dass sie sich sehr ernsthaft auf die Spiele vorbereiten und sehr daran teilnehmen wollen. Ich erwarte, dass sie teilnehmen werden“, sagte Hee-beom.

    Zuvor war berichtet worden, dass die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) am 11. November nach eigenen Angaben neue Erkenntnisse zum angeblichen Staatsdoping Russlands bekommen hatte, die angeblich zu neuen Sanktionen gegen Russland führen könnten.

    Am 12. September hatte die WADA angekündigt, 95 der ersten 96 untersuchten Fälle von angeblich gedopten russischen Athleten aus dem Bericht von Ermittler Richard McLaren nicht mehr zu verfolgen. Die verfügbaren Beweise seien unzureichend, um zu behaupten, dass diese 95 Athleten gegen die Anti-Doping-Richtlinien verstoßen hätten.

    Der kanadische Anwalt Richard McLaren hatte 2016 eine zweiteilige Ermittlung im Auftrag der WADA vorgestellt. Danach sollen in Russland zwischen 2011 und 2015 mehr als 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, darunter bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. Im November werden die Ergebnisse erwartet.

    Im Anschluss sollen gegebenenfalls Sanktionen verhängt werden. Die WADA hatte bis zuletzt einen Ausschluss der russischen Mannschaft von den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang gefordert.

    Das Internationale Olympische Komitee (IOK) führt eine eigene Untersuchung bezüglich Russlands durch. Die Frage über die Zulassung der Russen zu den Olympischen Winterspielen sei noch offen. Seine Entscheidung werde das IOK im Dezember treffen.

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