21:33 22 November 2017
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    Antwort auf „Gefälligkeit“ der USA: Politologe zu Russlands Schritten gegen US-Medien

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    Politik
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    Als Antwort auf die „Gefälligkeit“ der USA gegenüber russischen Medien hat der russische Politologe Aleksej Martynow die Maßnahmen, die Russland gegen ausländische Medien treffen will, bezeichnet.

    Damit kommentierte er die Situation um den russischen Sender RT in den USA. Am Montag hatte die Chefredakteurin des Senders, Margarita Simonjan, bekannt gegeben, dass RT America – Ableger des russischen Fernsehsenders RT – sich in den USA als ausländischer Agent registrieren lassen habe. Moskau hat Gegenmaßnahmen versprochen.

    Der Politologe sagte in einem Sputnik-Interview, zuvor seien nach einer ungeschriebenen Vereinbarung oder standardmäßig keine solchen Forderungen an Medien gestellt worden.  

    „Aber alles hat sich geändert. Nicht wir haben mit dieser Geschichte angefangen, wir antworten nur spiegelgleich auf die ‚Gefälligkeit‘ der USA gegenüber unsere Medien – RT und Sputnik“, sagte Martynow.

    Er merkte auch an, es werde in Russland keine Hemmnisse für die ausländischen Medien geben, auch wenn sie sich als ausländische Agenten registrieren lassen. Die Situation mit den russischen Medien in den USA sei aber viel schwieriger.

    „Was die Arbeit unserer Journalisten in den USA angeht, bin ich mir dessen fast sicher, dass sich die Situation solange die heutige Trends bleiben, solange das Establishment, das heute diese Russophobie generiert, bleibt, nur verschlechtern wird“, so Martynow.

    Der Politologe äußerte aber die Ansicht, die Situation werde sich ändern.

    „Die USA wollen, dass RT und andere russische Medien diesen Markt verlassen und einen alternativen und auch oft gerechten Standpunkt, der sich sehr oft von der inneren amerikanischen Propaganda unterscheidet, nicht durchbringen werden. Aber ich glaube, dass diese ‚politische Schizophrenie‘ in den USA bald vorbei sein wird. Denn auch eines der größten Länder der Welt – die USA – kann unter einem solchen Regime nicht leben. Früher oder später wird alles aus den Nähten platzen“, betonte Martynow abschließend.

    Der Fraktionsvize der Regierungspartei Geeintes Russland, Andrej Issajew, hatte am Montag gesagt, staatliche US-Auslandsmedien wie Radio Liberty und Voice of America könnten in Russland künftig ebenfalls als ausländische Agenten eingestuft werden. In der Staatsduma wurde in aller Eile eine Gesetzänderung vorbereitet, um die Kontrolle über ausländische Medien zu verstärken. Auch die Deutsche Welle könnte Issajew zufolge davon betroffen werden.

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    Tags:
    Politologe, Experte, ausländischer Agent, Maßnahmen, Kommentar, Medien, RT, USA, Russland
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