21:34 22 November 2017
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    Ein russischer Matrose in Sewastopol

    UN-Komitee unterstützt ukrainischen Resolutionsentwurf zur Krim – Halbinsel reagiert

    © Sputnik/ Wasiliy Batanow
    Politik
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    Das dritte Komitee der UN-Generalversammlung hat die von Kiew eingebrachte Resolution zu den Menschenrechten auf der Krim verabschiedet, wie die ukrainische Mission bei den Vereinten Nationen via Twitter berichtet.

    Die Resolution wurde demnach von 71 Staaten unterstützt. 25 Länder waren dagegen und weitere 77 enthielten sich bei der Abstimmung.

    „Die Resolution ist ein wichtiger Schritt für den Schutz unserer Mitbürger auf der Halbinsel“, heißt es in der Mitteilung.

    ​Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko schrieb in seinem Facebook-Account dazu: „Wir danken den Unterstützern bei der Entscheidung und allen unseren Verbündeten für ein starkes Signal an die russische Okkupationsmacht, dass es eine internationale Geschlossenheit und Solidarität in der Frage der Krim-Deokuppation gibt.“

    Der Abgeordnete des Parlaments der Krim, Jefim Fiks, reagierte auf die jüngste Entscheidung:

    „Wir verhalten uns ruhig. Das ist bereits ein System: Ohne die Frage verstanden und analysiert zu haben und ohne die aktuellen Prozesse begriffen zu haben, werden irgendwelche Entscheidungen getroffen. Uns wundert die Position jener Länder, die für etwas abstimmen, was sie selbst nicht verstehen und wissen.“

    Die Menschenrechte auf der Krim werden ihm zufolge strikt eingehalten. „Alle leben im demokratischen Staat Russland, leben, arbeiten und schaffen. Wir haben mehrmals gesagt, dass man hierher kommen soll, um alles zu untersuchen und eigene Konsequenzen ziehen zu können“, fügte der Politiker hinzu.

    Nach der Verabschiedung der Resolution durch das dritte Komitee soll sie nun auf der 72. Sitzung der UN-Generalversammlung behandelt werden.  

    Zuvor hatte „Ukrinform“ unter Berufung auf den Sprecher der ständigen Vertretung der Ukraine bei der Uno, Oleg Nikolenko, berichtet, dass die Ukraine den neuen Resolutionsentwurf zu den Menschenrechten auf der Halbinsel Krim bei der Uno eingebracht hatte.

    Flashmob Stolz auf Russland anlässlich des dritten Jahrestages der Wiedervereinigung der Krim mit Russland
    © Sputnik/ Vasiliy Batanov
    Nach dem Staatsstreich im Februar 2014 in Kiew war es auf der Krim und im Osten der Ukraine zu Massenprotesten gekommen. Die Behörden der Krim und von Sewastopol hatten am 16. März 2014 ein Referendum zur Frage der Wiedervereinigung mit Russland durchgeführt. Für den Russland-Beitritt stimmten 96,7 Prozent bzw. 95,6 Prozent der Bürger. Die Ukraine, die EU und die USA wollen die Resultate des Referendums nicht anerkennen. Moskau erklärte mehrmals, dass der Beitritt der Region in strikter Übereinstimmung mit völkerrechtlichen Normen erfolgt sei.

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    Tags:
    Menschenrechte, Resolution, Uno, Petro Poroschenko, Krim, Russland, Ukraine
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