02:01 09 Juli 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    1683
    Abonnieren

    Der Ex-Chef des Gemeinsamen Streitkräftekommandos Großbritanniens, Richard Barrons, hat seine Besorgnis geäußert, dass Nordkorea in anderthalb Jahren eine Rakete bauen wird, die London erreichen kann. Darüber berichten britische Medien am Mittwoch.

    Laut dem ehemaligen Militärkommandeur ist Großbritannien vor dieser Bedrohung wehrlos: Wenn Nordkorea eine solche Rakete starten würde, würde das ein Horrorszenario werden, mit dem die einheimischen Streitkräfte „nicht fertig werden können".

    „Wir sehen uns Nordkorea an, das in zwölf bis 18 Monaten eine Atomrakete zu einer Interkontinentalrakete machen wird, die London erreichen können wird, und wir können damit nicht fertigwerden", sagte er in einer Sitzung des Verteidigungsausschuss des Unterhauses.

    Die britische Marine sei unterfinanziert, die britische Luftwaffe zwar gut ausgerüstet, diese Ausrüstung befinde sich am Rande ihrer Entwicklungs- und Unterstützungskapazität, betonte Barrons. Die britische Armee sei „grob gesagt seit 20 Jahren veraltet".

    Die Zeitung „The Independent" verweist darauf, dass Barrrons von seinem Posten erst im vergangenen Jahr zurückgetreten ist, und seine Besorgnis über die mangelnde Verteidigungsfähigkeit des Landes großes Gewicht haben sollte.

    Im September 2016 hatte Barrons gesagt, Großbritannien könne nicht mehr an konventionellen Kriegen teilnehmen, denn es verlasse sich zu sehr auf seine Verbündeten, wie die USA. Die Kriegsschiffe der britischen Navy sowie die britische Luftwaffe hätten nicht genügend Munition und seien von US-Versorgungseinrichtungen abhängig.

    Zum Thema:

    „Regenscheue“ Drohnen bei britischer Armee im Einsatz - Zeitung
    So geht selbstbewusstes Amerika mit Russen um - Nulands feuchter Traum von Bidens Russland-Strategie
    „Zynische Absurdität“: Maas fordert Ende ausländischer Eingriffe in Libyen
    Tags:
    Mangel, Armee, Interkontinentalrakete, Raketen, Nordkorea, Großbritannien