02:33 30 Oktober 2020
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    Kremlsprecher Dmitri Peskow hat das Telefonat zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und den Chefs der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, das dem Gefangenenaustausch im Donbass gewidmet war, kommentiert.

    Zerstörte ukrainische Militärtechnik in Donbass (Archivbild)
    © Sputnik / Mikhail Woskressenskij
    Peskow unterstrich, Russland übe keinen Druck auf die Donbass-Volksrepubliken aus.

    „Wir haben keine Möglichkeit, irgendwie Druck auf diese Volksrepubliken auszuüben, wir haben keine Möglichkeit, jemandem dort Anweisungen zu erteilen, denn diese Republiken führen ein selbständiges Leben“, sagte Peskow.

    Er merkte dabei an, Putin habe nie verheimlicht, dass er eine Möglichkeit habe, an die Chefs der Donbass-Volksrepubliken zu appellieren und auf sie einen „bestimmten, aber keinen grenzenlosen Einfluss“ auszuüben.

    Peskow betonte, die Chefs der Donbass-Volksrepubliken hätten im Gespräch mit Putin darauf gehofft, dass es gelingen werde, mit der Ukraine die Einzelheiten des Gefangenenaustausches abzustimmen.

    Zuvor war mitgeteilt worden, Putin habe bei seinem Telefonat mit den Chefs der Volksrepubliken Donezk und Lugansk, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, den Vorschlag des ukrainischen Politikers Viktor Medwedtschuk für einen Gefangenenaustausch im Donbass besprochen.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk (Donbass) geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und zuerst mehr Selbständigkeit gefordert und dann unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Nach den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen dem Kiew-treuen Militär und örtlichen Bürgermilizen bislang rund 10.000 Menschen ums Leben gekommen.

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    Tags:
    Vorschlag, Telefonat, Gefangenenaustausch, Donezker Volksrepublik, Lugansker Volksrepublik, Dmitri Peskow, Viktor Medwedtschuk, Wladimir Putin, Osten der Ukraine, Donbass, Russland, Ukraine