01:47 15 Dezember 2017
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    USA wollen Saudi-Arabien vor „iranischer Bedrohung“ schützen - Medien

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    Politik
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    Die Administration von US-Präsident Donald Trump sucht nach Möglichkeiten, die Raketenabwehr Saudi-Arabiens schnellstens zu verstärken und den Strom von iranischen Waffen im Nahen Osten zu stoppen, schreibt „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf Quellen im Weißen Haus.

    Als größte Bedrohung gälten dabei die Lieferungen moderner iranischer Waffen an die Verbündeten im Nahen Osten, darunter an die Bewegung Hisbollah, so die US-Zeitung. Sie unterstreicht, die US-Behörden wollten sich darauf konzentrieren, dem entgegenzuwirken, und bestünden auf einer operativen Lösung für die politische Ungewissheit im Libanon, wo Premier Saad Hariri überraschend seinen Rücktritt erklärt hatte.

    „Der Zustand der Ungewissheit hilft niemandem außer der Hisbollah und ihren Verbündeten. (…) Je länger er dauert, desto schlimmer für die Interessen Saudi-Arabiens, der USA und unserer Partner“, hieß es inoffiziell aus der US-Administration.

    Nach Angaben der Zeitung können die USA die im Oktober besiegelte Lieferung eines Raketenabwehrsystems im Wert von 15 Milliarden US-Dollar forcieren und die Bemühungen um das Abfangen von Waffenlieferungen verstärken. Washington ziehe zudem in Erwägung, das in einer UN-Resolution festgelegte und bis zum Jahr 2020 gültige Export- und Importverbot für Waffen aus dem Iran zu verlängern.

    Die jemenitischen Huthi-Rebellen hatten Anfang November eine Rakete mit einer Reichweite von 750 Kilometer gegen ein Ziel in Saudi-Arabien abgefeuert, die Rakete wurde von den saudischen Fla-Abwehrkräften abgeschossen. Raketensplitter gingen im Raum des Flughafens von Riad nieder, Opfer bzw. Zerstörungen hat es nicht gegeben. Saudi-Arabien beschuldigte den Iran der Beteiligung an dem Angriff und bezeichnete das Geschehene als „anstoßerregenden Akt militärischer Aggression“.

    Donald Trump nannte den Angriff „einen Ausfall gegen Saudi-Arabien“ vonseiten des Iran. Teheran wies die Anschuldigungen als „verantwortungslos und destruktiv“ zurück.

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    Tags:
    Bedrohung, Waffenlieferungen, The Wall Street Journal, Donald Trump, Libanon, Iran, Saudi-Arabien, USA