04:58 24 April 2018
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    „Erst schwächen, dann angreifen“: Ukrainischer Abgeordneter legt Russland-Pläne dar

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    Politik
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    Die Ukraine muss laut Andrej Bilezki, Abgeordneter der Werchowna Rada (Parlament) und Ex-Kommandeur des Nationalgarde-Regiments „Asow“, Russland zuerst von innen schwächen, dann den richtigen Zeitpunkt abwarten und das Land angreifen.

    Bilezki, der in Russland strafrechtlich verfolgt wird, hat in einer Sendung des TV-Senders NBC betont, dass die Wiedervereinigung der Krim mit Russland erfolgte, als die Ukraine geschwächt gewesen sei. Der Parlamentsabgeordnete ist überzeugt, Kiew müsse jetzt die „Schmerzpunkte“ Moskaus drücken und einen Schlag versetzen:

    „Auf dieselbe Weise muss Russland von innen geschwächt werden – das ist möglich, weil es dort zahlreiche innere, nationale, soziale und religiöse Probleme gibt. Es gibt Momente und es gibt Punkte, die man schlagen kann.“

    Bilezki rief außerdem auf, die ukrainische Armee zu stärken, um Russland später anzugreifen.

    Eine diplomatische Lösung der Probleme lehnt der Parlamentsabgeordnete vehement ab:„Diplomatie werden wir später brauchen, um am Verhandlungstisch Frieden zu schließen.“

    Am 4. Oktober hatte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko einen Gesetzentwurf über die Reintegration des Donbass im Parlament eingebracht. Darin wird Russland als „Aggressor-Land“ bezeichnet, das einen Teil des ukrainischen Territoriums „zeitweilig besetzt“ habe. Laut Medienberichten sieht die Gesetzesvorlage eine mögliche Verhängung des Kriegszustands in verschiedenen Regionen der Ukraine vor. Bei der Erörterung des Gesetzentwurfes war es zu einer Schlägerei im Parlament gekommen.

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    Tags:
    Diplomatie, Frieden, Schlag, Armee, Gesetzentwurf, Russland, Ukraine