15:24 12 Dezember 2017
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    Israelische Truppen an der Grenze zu Syrien

    Israelischer Panzer gibt Warnschuss an Grenze zu Syrien ab

    © AFP 2017/ Menahem Kahana
    Politik
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    Die israelische Armee hat laut ihrem Pressedienst wegen Bauarbeiten in der demilitarisierten Zone an der Grenze zu Syrien Warnfeuer in Richtung der syrischen Regierungskräfte eröffnet.

    Mit dem Warnschuss von einer Panzerkanone habe Israel auf die Einrichtung eines Militärpostens reagiert, die trotz der am Vortag ausgegebenen Warnung in der demilitarisierten Zone erfolge, heißt es in einer Pressemitteilung des israelischen Verteidigungsministeriums.

    „Die syrischen Streitkräfte haben mit ihren Bauarbeiten im nördlichen Teil der demilitarisierten Zone das Waffenstillstandsabkommen zwischen Syrien und Israel aus dem Jahr 1974 verletzt. Das Abkommen verbietet den Einsatz schwerer Bautechnik oder von Militärfahrzeugen in diesem Gebiet“, hieß es.

    „Das ist bereits der zweite solche Fall in zwei Tagen“, sagte eine Mitarbeiterin des Pressedienstes der Armee gegenüber Sputnik. Ein ähnlicher Zwischenfall habe sich am vergangenen Samstag ereignet.

    Israel hatte während des „Sechs-Tage-Krieges“ von 1967 dem Nachbarland einen Teil seines Territoriums abgerungen. Nach Kriegsende wurde zwischen den beiden Ländern eine Waffenstillstandszone eingerichtet, die im Jahr 1974 nach einem Entflechtungsabkommen endgültig festgelegt wurde.

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    Tags:
    Warnung, Abkommen, Streitkräfte, Israel, Syrien
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