22:16 18 Dezember 2018
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    Tödliche Waffen nach Kiew: London folgt nicht Washingtons und Ottawas Beispiel

    © REUTERS / Clodagh Kilcoyne
    Politik
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    Lieferungen von tödlichen Waffen an die Ukraine stehen in London laut der Vize-Botschafterin Großbritanniens in der Ukraine, Helen Fazey, nicht auf der Agenda.

    „Wir halten die Militärhilfe für die Ukraine aufrecht. Wir suchen ständig nach Wegen, diese Hilfe zu intensivieren. Aber wir erwägen nicht die Lieferung von tödlichen Waffen“, sagte Fazey am Montag bei einer Konferenz in Kiew.

    London werde Kiew aber auch in Zukunft unterstützen: Mit der Ausbildung des ukrainischen Militärs und der Unterstützung der laufenden Reformen im Land.

    Zuvor hatte der Berater des US-Außenministers für Europa und Eurasien, Wess Mitchell, nach seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko erklärt, Washington erwäge weiterhin den Export solcher Waffen in die Ukraine.

    Im September hatte auch Kanadas Premier Justin Trudeau Lieferungen von tödlichen Waffen an die Ukraine in Aussicht gestellt. Der Zeitung „Globe and Mail“ zufolge soll die kanadische Regierung die Ukraine auf eine entsprechende Liste von Ländern setzen, an die Waffen bestimmter Art exportiert werden dürfen.

    Kiew hofft zudem auf den baldigen Erhalt von Javelin-Panzerabwehrwaffen aus den USA. Zuvor hatte NBC News berichtet, der Nationale Sicherheitsrat der USA habe dem Präsidenten Donald Trump empfohlen, der Ukraine 47 Millionen Dollar zum Erwerb von amerikanischen Waffen bereitzustellen, darunter auch für Panzerabwehrkomplexe „Javelin“. Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin sprach seinerseits von einem „gegenseitigen Vorteil“, da Kiew den USA als Gegenleistung seine „Kampferfahrung gegen Russen“ biete.  Neben den Javelins erwartet Kiew aus den USA Drohnen, Artillerieaufklärungsradarsysteme und Mittel für den Cyberkrieg.

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    Tags:
    Waffen, Kanada, USA, Ukraine, London