15:52 11 Dezember 2017
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    Pjöngjang (Archivbild)

    „Sanktionen sind wirksam“: Tillerson meldet Brennstoffmangel in Nordkorea

    © Sputnik/ Ilja Pitalew
    Politik
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    Die Sanktionen der Völkergemeinschaft und der USA gegen Nordkorea sind laut US-Außenminister Rex Tillerson wirksam.

    „Wir alle hoffen noch darauf, dass die Situation auf diplomatischem Wege geregelt wird. Wir werden weiter Druck auf Pjöngjang ausüben und andere Staaten dazu heranziehen“, sagte Tillerson am Dienstag bei einem Pressegespräch im Weißen Haus in Bezug auf das weitere Vorgehen Washingtons gegenüber Nordkorea.

    „Nordkorea erleidet zurzeit Mangel an Brennstoff.  Wir wissen, dass seine Einnahmen sinken, sodass die Sanktionen wirksam sind“, so Tillerson.

    Seinen Worten zufolge hat Pjöngjang bereits seit 60 Tagen keine provokativen Handlungen unternommen, die mit den Tests verschiedener Raketen zusammenhängen.

    Ihm zufolge haben sich bereits der Sudan und die Philippinen der Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea angeschlossen und den Handel mit diesem Land eingestellt.     

    Dabei versuchen die USA, China davon zu überzeugen, seine Öllieferungen nach Pjöngjang zu stoppen.

    Zudem kommentierte Tillerson die von US-Präsident Donald Trump abgegebene Erklärung zur Verstärkung des einseitigen Drucks auf Nordkorea. Laut Tillerson üben die US-Sanktionen einen spürbaren negativen Einfluss auf Pjöngjang aus.

    Zuvor hatte Trump gesagt, die USA wollten Nordkorea erneut auf die vom US-Außenministerium erstellte Liste von „Schurkenstaaten“ setzen.  Erstmals war Nordkorea im Jahr 1987 nach der Explosion eines nordkoreanischen Flugzeugs auf dem Flug von Abu Dhabi nach Bangkok auf diese Liste gesetzt worden. Im Oktober 2008 hatte die Administration von George  W. Bush Pjöngjang von dieser Liste gestrichen.

    Die Beziehungen zwischen Washington und Pjöngjang sind nach den jüngsten Raketen- und Atomwaffentests in Nordkorea besonders angespannt. Trump hatte einen Militäreinsatz gegen Nordkorea nicht ausgeschlossen und den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un als „wahnsinnig" beschimpft. Seinerseits drohte Pjöngjang, die US-Stützpunkte auf der US-Pazifikinsel Guam anzugreifen. Dabei zeigten sich die beiden Staatschefs nicht besonders zimperlich bei der Wortwahl: So bezeichnete Trump den nordkoreanischen Anführer bei seinem Auftritt in der UN-Vollversammlung als einen „Raketenmann auf Selbstmord-Mission". Kim reagierte, indem er den US-Präsidenten einen „verrückten Alten" nannte.

     

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    Tags:
    Sanktionen, UN-Vollversammlung, Kim Jong-un, Donald Trump, Rex Tillerson, Guam, Abu Dhabi, Bangkok, Nordkorea, USA
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