12:44 07 Dezember 2019
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    Treffen von Wladimir Putin und Baschar al-Assad in Sotschi

    Putin und Assad tête-à-tête: „Diese Militäroperation geht tatsächlich zu Ende“

    © Sputnik / Mikhail Klementyev
    Politik
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    Knapp vier Stunden lang haben der russische Präsident Wladimir Putin und sein syrischer Amtskollege Baschar al-Assad in Sotschi miteinander gesprochen – großenteils unter vier Augen. Die Hauptidee des Treffens: Der Krieg in Syrien neige sich dem Ende zu, es sei Zeit, zur politischen Regelung überzugehen.

    „Diese Militäroperation geht tatsächlich zu Ende“, verhieß der russische Präsident in Bezug auf den Einsatz in Syrien. Bis zum endgültigen Sieg über den Terror werde es aber noch lange dauern, räumte er zugleich ein.

    Im Mittelpunkt des Gesprächs stand laut Kremlsprecher Dmitri Peskow die politische Regelung der Krise in Syrien. Auf die Journalistenfrage, ob Putin Assad zu irgendwelchen Zugeständnissen gegenüber der Opposition bewegen wollte, sagte Peskow, eine politische Lösung sei nur unter Teilnahme aller Seiten der syrischen Krise möglich.

    Ob ein möglicher Rücktrick Assads zur Sprache gekommen ist, ließ Peskow offen. Über die künftige Rolle des syrischen Präsidenten könne nur das syrische Volk selbst entscheiden und nicht Russland oder irgendein anderes Land.

    Putin äußerte außerdem die Hoffnung auf ein baldiges Treffen des Terrors in Syrien. Er unterstrich dabei die Rolle der Friedensgespräche in Astana: „Dank dem Astana-Prozess ist es uns gelungen, Deeskalationszonen zu schaffen. Und das hat uns wiederum ermöglicht, praktisch zum ersten Mal einen echten, tiefen Dialog mit der Opposition zu beginnen.“

    Milizen der Terrorgruppe Dschebhat an-Nusra im syrischen Dorf Aziza (Archiv)
    © AFP 2019 / Guillaume Briquet
    Assad brachte seinerseits im Namen der syrischen Bevölkerung die Dankbarkeit gegenüber Russland für die erzielten Erfolge in seinem Land zum Ausdruck: Das syrische Volk werde nie vergessen, was Russland für das Land geleistet habe. Syrien sei es gelungen, seine territoriale Unversehrtheit und Unabhängigkeit zu behaupten. Assad bedankte sich zudem konkret bei Verteidigungsminister Sergej Schoigu und dem Generalstabschef der russischen Streitkräfte Valeri Gerassimow. Er hoffe zudem auf Russlands Hilfe, um das Eingreifen „äußerer Spieler“ in den politischen Prozess zu verhindern.

    Der syrische Staatschef schenkte dem russischen Präsidenten zudem ein Gemälde. Laut dem Pressepool des Kremls stammt es von einem syrischen Maler, der nach jahrelanger Emigration in seine Heimat zurückgekehrt war.

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