01:37 15 Dezember 2017
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    Situation in Lugansk

    Putsch in der Ostukraine? Kreml meldet sich zu Wort

    © Sputnik/ Stringer
    Politik
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    Am Dienstagmorgen haben Unbekannte das Zentrum von Lugansk besetzt. Nach Medienangaben soll es sich hierbei um einen Konflikt zwischen dem Präsidenten und dem Innenminister der selbsternannten Volksrepublik handeln. Derweilen scheint der Kreml laut seinem Sprecher Dmitri Peskow informiert zu sein, was sich in dem Gebiet tatsächlich abspielt.

    Am Dienstag hatten Bewaffnete mit weißen Armbinden die Zufahrten zur Großstadt Lugansk, deren Zentrum sowie Regierungsgebäude abgeriegelt. Für das Geschehen machte Igor Plotnizki, der Präsident der Volksrepublik, den von ihm am Montag entlassenen Innenminister Igor Kornet verantwortlich.

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    In einer Videobotschaft dementierte Ex-Minister Kornet jedoch seine Entlassung und sprach von Razzien gegen ukrainische Saboteure. Dem widersprach Plotnizki ein weiteres Mal im Fernsehen und wiederholte, dass Kornet seines Amtes enthoben und ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei. Kurz danach funktionierten das Lugansker Staatfernsehen, das Mobilfunknetz und der Rundfunk nicht mehr.

    Auf die Frage von Journalisten, ob der Kreml eine Vorstellung davon habe, welche Kräfte dahinter stehen könnten, antwortete Peskow am Mittwoch: „Eine Vorstellung gibt es.“

    Allerdings wollte er nicht näher auf das Thema eingehen: „Es wäre falsch, irgendwelche oberflächlichen Einschätzungen zu geben.“

    Sobald es aber bestätigte Informationen gebe, werde er sich dazu zu Wort melden.

     „Definitiv“ werde der Kreml sein Augenmerk auf die Situation in der Republik gerichtet halten.

     

    Tags:
    Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Lugansk, Ukraine