17:27 17 Juni 2019
SNA Radio
    Ratko Mladic,  22. November, 2017

    Ex-General Mladic: Den Haag betreibt mit Urteil „antiserbische Propaganda“

    © AP Photo / Peter Dejong, Pool
    Politik
    Zum Kurzlink
    226714

    Der vom UN-Kriegsverbrechertribunal zu lebenslanger Haft verurteilte bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladic sieht hinter dem Urteil einen Versuch, sämtliche Kriegsverbrechen dem serbischen Volk in die Schuhe zu schieben.

    Dies teilte der Sohn des Ex-Militärs, Darko Mladic, in einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Bei einem Treffen mit seiner Familie habe der ältere Mladic betont, dass „alles Lüge und ein Versuch sei, Serben zu kriminalisieren, um eigene Fehler zu rechtfertigen“.

    „Die Justiz wurde für die Zwecke der (antiserbischen, Anm. d. Red.) Propaganda benutzt, zitiert Darko seinen Vater.

    Zuvor hatten Richter den 74-jährigen Mladic in zehn von elf Anklagepunkten für schuldig gesprochen, darunter für den Völkermord in Srebrenica 1995, als serbische Einheiten die damalige UN-Schutzzone überrannt und etwa 8.000 muslimische Jungen und Männer ermordet hatten.

    Mladic wurde außerdem wegen der Geiselnahme von UN-Soldaten in Bosnien, Vertreibungen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Zwangsumsiedlungen sowie für Verstöße gegen das Kriegsrecht schuldig befunden. Nicht bestätigt wurde nur ein Punkt der Anklage, der sich auf den Völkermord an bosnischen Muslimen und Kroaten in weiteren bosnischen Gemeinden bezog.

    Die Verteidiger hatten auf Freispruch in allen Punkten oder höchstens 15 Jahre Haft plädiert. Mladic weist alle Anschuldigungen zurück und bezeichnete sich als unschuldig.

    Der Prozess gegen Mladic war 2012 eröffnet worden. Ihm wurde vorgeworfen, in Bosnien und Herzegowina in den Jahren 1992 bis 1995 Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen zu haben. Damals befehligte der General die serbische Armee.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Ratko Mladic, Serbien