10:48 14 Dezember 2017
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    US-Truppen im Norden Syriens (Symbolbild)

    Nach IS-Zerschlagung: Warum wollen die USA Syrien nicht verlassen? – Medien

    © AFP 2017/ Delil Souleiman
    Politik
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    Die USA wollen Syrien nach der Zerschlagung der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) nicht verlassen und eine neue Regierung im Norden des Landes bilden, wie die Zeitung „The Washington Post“ unter Berufung auf namentlich nicht genannte Quellen berichtet.

    Die USA wollen laut Quellen die Präsenz ihrer Truppen in Nordsyrien bewahren, um damit die Einheiten der von Kurden angeführten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDF) weiter zu unterstützen.

    Der Abzug der US-Truppen wird dem Blatt zufolge das „politische Überleben“ des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad garantieren und dazu einen Sieg für den Iran bedeuten. Das Ziel der USA sei es, dies zu verhindern. In diesem Zusammenhang wollten die USA weiter in Syrien bleiben und eine lokale Regierung bilden, die von Assad unabhängig sein werde.

    Zudem weisen die Quellen darauf hin, dass die weitere Präsenz der US-Truppen Druck auf Assad ausüben und ihn damit zwingen könne, während der Verhandlungen in Genf, die Ende November wiederaufgenommen werden, mehr Zugeständnisse zu machen.

    Bereits zuvor hatte die US-geführte Koalition erklärt, die Terrormiliz IS hätte 95 Prozent des Territoriums verloren, welches sie einst in Syrien und im Irak kontrolliert hatte. Washington rechnet damit, dass „das Kalifat IS“ bis zum Ende des Jahres aufhören wird zu existieren.

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    Tags:
    Truppenabzug, Baschar al-Assad, USA, Syrien
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