01:35 17 Dezember 2017
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    Krim (Archivbild)

    „Einst verwüstet, jetzt progressiv“: Russlands Engagement auf Krim zeigt Wirkung

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    Politik
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    Kiew soll sich nicht an die Krim klammern, weil selbst die Bewohner der Schwarzmeer-Halbinsel kein Teil der Ukraine sein wollen. Darüber sprach der ukrainische Funktionär Aleksej Motschanow gegenüber dem TV-Sender „NewsOne“.

    Der Euromaidan-Aktivist und Freiwillige der sogenannten Anti-Terror-Operation der Ukraine (ATO), Aleksej Motschanow, ist der Meinung, dass derzeit das Land an seinem eigenen Wohlstand arbeiten solle, um attraktiv für „Amerikaner und Russen“ zu werden. Man solle nicht an der Krim festhalten, da diese sich bereits Russland angenähert habe.

    „Dort (auf der Krim – Anm. d. Red.) hat niemand seit 25 Jahren etwas getan. Wir hatten nur das Südufer der Krim und eine verwüstete Steppe, sonst nichts. Genauso wie die Stadt Dschankoj im Jahre 1991 zunichtegemacht worden ist, so verbleibt sie bis heute in diesem Zustand. Meiner Meinung nach wurde in Dschankoj, bis es sich 2014 von der Ukraine verabschiedete, kein Loch zugeschüttet“, sagte er. 

    Im Unterschied zur Ukraine beschäftigt sich ihm zufolge Russland mit der Entwicklung der Infrastruktur der Krim. Dies beeinflusse das Leben der Republikbewohner positiv. Die Menschen spürten diesen Unterschied und wollten nicht zur Ukraine zurück, was sich jedoch der Westen und Kiew wünschten. „Derzeit bauen die Russen eine große Autobahn zwischen Kertsch und Sewastopol, mit Abzweigungen nach Jewpatorija und Dschankoj“, so Motschanow weiter. „Die Brücke über die Straße von Kertsch ist das eine. Und eine asphaltierte Straße durch die Steppe bis nach Sewastopol ist ganz etwas anderes“, erläuterte er.

    Ukrainische Grenzregionen seien ein anschauliches Beispiel dafür, was gewesen wäre, wenn die Republik Russland nicht beigetreten wäre. In den letzten 3,5 Jahren seien keine Straßen um die Stadt Mogiljow-Podolskij in der westlichen Ukraine gebaut worden: Es gebe in diesem Zusammenhang keinen Anlass für die Ukrainer, von einer Verbesserung ihres Lebens zu sprechen, was wiederum über die Bewohner der russischen Halbinsel Krim laut Motschanow sehr wohl gesagt werden kann.

    Die Halbinsel hatte seit 1783 zu Russland gehört, bevor der sowjetische Staatschef Nikita Chruschtschow 1954 die Halbinsel symbolisch von der Russischen Sowjetrepublik an die Ukrainische Sowjetrepublik – beide der Sowjetunion zugehörig – „verschenkt“ hatte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion im Dezember 1991 galt die von Russen dominierte Krim automatisch als Teil der Ukraine. Laut russischen Politikern und Rechtsexperten war die eigenmächtige Übertragung verfassungswidrig.

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    Tags:
    Infrastruktur, Leben, Krim, Russland, Ukraine