10:45 14 Dezember 2017
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    Neuester US-Zerstörer Zumwalt

    Budgetkürzung: Tödlichster US-Zerstörer wird de facto entwaffnet

    © Foto: US Navy
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    Der US-Kongress ist der Bitte des Marineministeriums, zusätzliche Gelder für die Weiterentwicklung und Reparaturen des Riesen-Zerstörers USS Zumwalt bereitzustellen, nur zum Teil nachgekommen. Um im Budgetrahmen zu bleiben, müssen die Militärs die Konstruktion vereinfachen und auf einige Systeme verzichten.

    Da die US-Militärs nach Einschätzung des Kongresses laut Medienberichten das Limit bereits überschritten haben, wird die Marine 2018 nur noch 164 Millionen Dollar statt den benötigten 224 Millionen zugewiesen bekommen. Die Bauarbeiten hatten bereits neun Jahre gedauert und mehr als 4,4 Milliarden US-Dollar gekostet. Doch nur wenige Wochen nachdem die US-Navy das Schiff in Betrieb nahm, gab es Antriebsprobleme: Die USS Zumwalt blieb im Panamakanal stecken und musste abgeschleppt werden.

    Bereits die ersten praktischen Tests deckten zahlreiche Probleme mit der Standsicherheit und der Motorenkonstruktion auf. Wegen der untypischen Form ist das Risiko des Kenterns beim Schlingern sehr groß. Der geräuschlose Elektromotor hielt dem Panamakanal nicht stand. Das Pentagon strich zudem bereits die Munition für die Hauptwaffen des Schiffes. Ein einziger Schuss mit einer der 155-mm-Kanonen hätte 800.000 Dollar (etwa 720.000 Euro) gekostet. Das war dann selbst dem US-Militär zu teuer.

    Die Idee, eine ganze Flotte dieser Schiffe als Ablösung der Arleigh-Burke-Zerstörer zu bauen, wurde aus all diesen Gründen schon längst begraben. Nur noch drei Exemplare der Zumwalt-Klasse sollen nun gebaut werden.

    In diesem Jahr hatte die US-Marine den Kongress um zusätzliche 224 Millionen Dollar gebeten. Nach der jüngsten Entscheidung muss aber gespart werden. Der Zerstörer der Superlative muss daher auf den Supercomputer verzichten, der alle Parameter des Schiffes, seinen Lauf und mögliche Schäden hätte berechnen und analysieren sollen.

    Auch das System des vertikalen Raketenabschusses wird nicht mehr installiert, was die Betriebsdauer beeinflusst. Wenn das Schiff mit diesem System und der dazu notwendigen Panzertrennwand nicht ausgestattet wird, könnte es wegen der Detonation einer Rakete zum Pulverfass werden.

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    Tags:
    Budget, Zumwalt (DDG-1000), US-Navy, USA
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