17:04 12 Dezember 2017
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    Bewaffnete in Lugansk

    Es brodelt im Donbass: Planten ukrainische Saboteure Ermordung von Republikchefs?

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    Politik
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    Nachdem vermummte Uniformierte ohne Erkennungszeichen die wichtigsten Verwaltungsgebäude und Ausfahrten in Lugansk besetzt haben, wird ein Putsch in der selbsternannten Volksrepublik vermutet. Das Ministerium für Staatssicherheit der Nachbarregion Donezk rechtfertigt jedoch das Eingreifen: Es sollen Morde an Republikchefs vereitelt worden sein.

    „Spezialeinheiten der Volksrepubliken Donezk und Lugansk haben eine gemeinsame Operation auf dem  Lugansker Territorium durchgeführt, um eine im Auftrag der Hauptverwaltung für Aufklärung (GUR) des Verteidigungsministeriums der Ukraine handelnde Sabotagegruppe festzunehmen“, teilt der Pressedienst des Ministeriums für Staatssicherheit Donezk am Freitag mit.

    Wie auch zuvor bereits berichtet wurde, sollen mehr als 10 Menschen inhaftiert worden sein.

    Die Inhaftierten hätten offenbar sowohl in Donezk als auch im Donbass agiert und stünden unter Verdacht, Attentate gegen eine Reihe von wichtigsten Personen aus den Regierungskreisen beider Republiken geplant zu haben.

    Es seien schon zuvor aus Kiew gelenkte Sabotagegruppen in Lugasnk und Donezk festgenommen worden, die an Morden und Attentaten gegen eine Reihe von Menschen beteiligt gewesen seien. Es werde nun nach weiteren Verdächtigen gefahndet, erklärte der Pressedienst.

    Am Dienstag hatten bewaffnete Uniformierte ohne Erkennungszeichen mehrere Verwaltungsgebäude in Lugansk besetzt. Augenzeugen berichteten von einem Militärkonvoi, der aus der benachbarten Republik gekommen sei. Für das Geschehen, das von manchen Beobachtern auch als Staatsstreich eingestuft wurde, machte Igor Plotnizki, der Präsident der Volksrepublik, den von ihm am Montag entlassenen Innenminister Igor Kornet verantwortlich.

    In einer Videobotschaft hatte Kornet hingegen von Razzien gegen ukrainische Saboteure gesprochen. Außerdem dementierte er seine Entlassung. Dem widersprach Plotnizki ein weiteres Mal im Fernsehen und wiederholte, dass Kornet seines Amtes enthoben und ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei.

    Kurz danach funktionierten das Lugansker Staatfernsehen, das Mobilfunknetz und der Rundfunk nicht mehr. Berichten zufolge soll Plotnizki inzwischen nach Russland geflüchtet sein.

    In den selbsternannten Volksrepubliken werden nun Stimmen laut, dass es sich hierbei um einen Versuch handeln könnte, die Nachbarregionen zu einem „Neurussland“ zu vereinen.

    Tags:
    Ukraine, Volksrepublik Donezk, Volksrepublik Lugansk, Donbass
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