16:54 24 Oktober 2020
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    Was spielt sich im Donbass nach dem angeblichen Putsch ab? Eins ist klar - der Präsident der selbsternannten Volksrepublik Lugansk, Igor Plotnizki, ist in Moskau. Dmitri Peskow könnte wohl Klarheit schaffen, doch das Thema liege außerhalb seiner Kompetenz, sagte der Kremlsprecher am Freitag.

    „Die Situation um Plotnizki und Lugansk kommentiere ich nach wie vor nicht. Im Grunde genommen ist der Besuch Moskaus durch Plotnizki keine Frage, mit der sich die Präsidialverwaltung beschäftigt“, betonte Peskow gegenüber Journalisten.

    Was jedoch das Minsker Abkommen betreffe und ob die Moskau-Reise von Plotnizki es beeinflussen könnte, so bleibe die „mehrmals vom Präsidenten Wladimir Putin erläuterte Position“ unverändert: „Die Vereinbarungen sind alternativlos und Russland bekräftigt seine Verpflichtungen in Bezug auf die Unterschrift, die Präsident Putin unter diesem Abkommen setzte.“

    Am Dienstag hatten bewaffnete Uniformierte ohne Erkennungszeichen mehrere Verwaltungsgebäude in Lugansk besetzt. Augenzeugen berichteten von einem Militärkonvoi, der aus der benachbarten Republik (Donezk) gekommen sei. Für das Geschehen, das von manchen Beobachtern auch als Staatsstreich eingestuft wurde, machte Igor Plotnizki, der Präsident der Volksrepublik, den von ihm am Montag entlassenen Innenminister Igor Kornet verantwortlich.

    In einer Videobotschaft hatte Kornet hingegen von Razzien gegen ukrainische Saboteure gesprochen. Außerdem dementierte er seine Entlassung. Dem widersprach Plotnizki ein weiteres Mal im Fernsehen und wiederholte, dass Kornet seines Amtes enthoben und ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet worden sei.

    Kurz danach funktionierten das Lugansker Staatfernsehen, das Mobilfunknetz und der Rundfunk nicht mehr.

    In den selbsternannten Volksrepubliken werden nun Stimmen laut, dass es sich hierbei um einen Versuch handeln könnte, die Nachbarregionen zu „Noworossia“ (Neurussland) zu vereinen.

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    Tags:
    Dmitri Peskow, Igor Plotnizki, Donbass, Moskau, Russland