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    Teheran droht mit Vergrößerung der Reichweite seiner Raketen

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    Der Iran kann die Reichweite seiner ballistischen Raketen bis auf 2.000 Kilometer steigern, sollten ihn die Länder der Europäischen Union bedrohen. Dies erklärte laut der iranischen Agentur Fars der Brigadegeneral Hossein Salami.

    Der Iran hatte dem General zufolge die Reichweite seiner Raketen wegen technischer Probleme früher nicht vergrößert. Solange Teheran die europäischen Länder nicht als Bedrohung für sich betrachte, werde es die Trägermittel für Gefechtsköpfe nicht modernisieren, so Salami. „Aber wenn Europa drohen will, werden wir den Aktionsradius unserer Raketen vergrößern“,  warnte er.

    Der Offizier ging nicht näher darauf ein, welche Länder Europas  und welche konkreten Positionen der europäischen Länder und ihrer Spitzenpolitiker er damit im Auge habe.
    Insbesondere hatten sich europäische Politiker, darunter die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, für die Aufrechterhaltung des im Jahr 2015 mit dem Iran abgeschlossenen Atom-Deals ausgesprochen und Washingtons Kurs auf eine Zuspitzung der Beziehungen zu Teheran kritisiert.

    Im Oktober hatte das geistliche und politische Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, verfügt, die Reichweite der ballistischen Raketen auf 2.000 Kilometer zu beschränken. Zugleich hatte Präsident Hassan Rouhani in seiner Rede vor dem Parlament versprochen, dass der Iran sein Raketenprogramm zum Schutz des Staates weiter entwickeln werde.

    Zu einer Eskalation der Situation um den Iran war es gekommen, nachdem am 4. November eine von Jemens Territorium aus abgefeuerte ballistische Rakete in der Umgebung der saudi-arabischen Hauptstadt Riad abgefangen worden war.

    Wie die Militärs des Königreiches sagten, sei der hauptstädtische Flughafen das Angriffsziel gewesen. Riad hatte daraufhin am 6. November die volle Blockade aller Boden-, Flug- und Seehäfen im Jemen angeordnet.

    Am 5. November beschuldigte der US-Präsident Donald Trump den Iran, hinter diesem Raketenangriff zu stehen. Am 9. November warnte dann die Uno vor „Millionen Opfern“, sollte die Blockade des Jemen fortgesetzt werden. Am 11. November hob Riad die Blockade der Flughäfen in den jemenitischen Großstädten Aden und Seiyun wieder auf.

    Am 19. November fand ein Sondertreffen der Außenminister der Mitgliedsländer der Arabischen Liga (LAS) statt, bei dem alle Teilnehmer Saudi-Arabien ihre Unterstützung im Konflikt mit dem Iran zusagten.

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    ballistische Rakete, Iran