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05:41 17 Oktober 2019
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    Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan nennt Bedingung für eigenen Rücktritt

    © AP Photo / Presidential Press Service
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird seinen eigenen Worten zufolge nur dann zurücktreten, wenn es der oppositionellen Republikanischen Volkspartei (CHP) gelingen sollte, zu beweisen, dass sich sein Vermögen auf Konten im Ausland befindet.

    „Wenn Sie beweisen können, dass meine Gelder auf einer ausländischen Bank liegen, werde ich ein Rücktrittsgesuch einreichen“, zitiert der TV-Sender TRT Erdogan.

    Der Oppositionsparteichef Kemal Kilicdaroglu hatte am 21. November vor dem Parlament des Landes den Verwandten und Mitstreitern Erdogans vorgeworfen, „mehrere Millionen US-Dollar in ein Unternehmen im Offshore-Bereich investiert zu haben“. Wie er ausführte, soll sich das Startkapital dieser Firma auf lediglich ein Pfund Sterling belaufen haben.

    Zuvor hatte Kilicdaroglu den Beschluss der Abgeordneten der regierenden Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) kritisiert, die Ermittlungen wegen einer möglichen Beteiligung der Söhne des türkischen Premiers Binali Yildirim an Offshore-Unternehmen zu blockieren.

    Später soll Erdogan eine Anklage gegen Kilicdaroglu erhoben haben, in der er eine Entschädigung von 1,5 Millionen türkischen Lira (ca. 322.000 Euro) für den ihm zugefügten Schaden gefordert habe.

    Nach den „Panama Papers“ tauchte eine weitere Veröffentlichung zu Daten über Steuerschlupflöcher und über womöglich brisante Geschäftskontakte hochrangiger Persönlichkeiten auf. Laut der „Süddeutschen Zeitung“, die dem Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) angehört, geht es um 13,4 Millionen Dokumente aus Steuerparadiesen weltweit. Es würden die Namen von mehr als 120 Politikern aus fast 50 Ländern auftauchen, dazu Unternehmer, Sportler und Prominente. Auch zu Geschäftspraktiken einiger Weltkonzerne gebe es Informationen. Das neue Datenleck wurde von den Autoren „Paradise Papers“ getauft.

     

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    Tags:
    Raradise Papers, Panama Papers, TV-Sender TRT, Republikanische Volkspartei (CHP), Kemal Kilicdaroglu, Recep Tayyip Erdogan, Türkei