01:40 05 August 2020
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    Norwegen ist besorgt, dass die nagelneuen F-35-Kampfjets, die es von den USA gekauft hat, mit Sensoren ausgestattet sind: Diese sollen sensible Informationen an den Hersteller Lockheed Martin in Texas senden.

    Die teuren Kampfflugzeuge, die Norwegen Milliarden von Dollar gekostet haben, sollen mit einer Technologie versehen sein, die eine bessere Überwachung von großen Gebieten am Boden und auf See ermöglicht. Allerdings sollen die Kampfjets darauf programmiert sein, nach jedem Flug dem Hersteller in Texas gewisse Angaben zu übermitteln – worüber das norwegische Militär logischerweise nicht gerade begeistert ist. 

    „Wegen der Bedenken des Landes ist ein Filter notwendig, bei dem die Verbraucher-Länder sensible Informationen aus dem Datenstrom, den das System mit dem Hersteller Lockheed Martin teilt, herausfiltern können”, sagte der Berater des norwegischen Verteidigungsministeriums Lars Gjemble gegenüber dem Nachrichtenportal „ABC Nyheter“.

    Mehr zum Thema>>> „Epischer Planungsfehler“: Norwegen meldet Probleme mit US-Kampfjets F-35

    F-35-Kampfjets
    © REUTERS / Australian Defence Force
    Norwegens Umstieg von F-16-Jets auf F-35-Kampfflugzeuge verglich Gjemble mit einem Umstieg von einem alten Nokia 3210 auf ein iPhone X: Mit der größeren Auswahl von Funktionen und Fähigkeiten gehe auch die Notwendigkeit eines besseren Datenschutzes einher.

    „In gewisser Weise ist es mit der Frage vergleichbar, welche Informationen dein iPhone mit den Herstellern teilt”, erklärte Gjemble weiter.

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    Tags:
    Informationen, Spionage, F-35, Norwegen, USA