22:21 22 Oktober 2018
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    „Donezk ist mein Zuhause“: Texaner kämpft als Freiwilliger in Ostukraine

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    Der Amerikaner Russell Bentley kämpft seit drei Jahren in den Reihen der Volkswehr in Donezk. Über sein Leben in der Republik und seinen Militärdienst hat der 56-jährige freiwillige Soldat aus Texas nun erzählt.

    Bentley, ein Freiwilliger bei der "Neurussischen Armee", hat vor Kurzem Sewastopol (Krim) besucht und bei einer Gedenkzeremonie Blumen am Denkmal für die Verteidigung von Sewastopol niedergelegt.

    „Täglich erleben wir Provokationen seitens der ukrainischen nationalistischen Bataillone, die unsere Stellungen und Zivilisten beschießen“, so der Texaner im Gespräch mit dem TV-Sender RT. „In den meisten Fällen schießen wir nicht zurück. Manchmal aber schon. Aber nicht auf ihre Zivilsten, sondern nur auf ihre Artillerie und ihre Soldaten, die auf uns schießen.“

    Bentley sieht sich selbst unter anderem als „Soldat im Informations- und Wirtschaftskrieg“. Er habe nicht vor, in die USA zurückzukehren. „Donezk ist mein Zuhause, ich werde dort den Rest meines Lebens verbringen.“

    Er ist allerdings nicht der einzige Soldat aus dem Ausland, der auf Seiten der Volkswehr kämpft. Die meisten Freiwilligen kommen laut Bentley aus Spanien. Er habe aber auch Kollegen aus Italien, Indien und Brasilien. 

    Der 56-Jährige mit dem Kampfnamen „Texas“ war im Jahr 2014 nach Donezk gekommen. Neben den Kampfhandlungen beteiligt er sich auch aktiv an Lieferungen von Hilfsgütern an die Bevölkerung des Donbass. Über die Ereignisse in der Ostukraine berichtet er auf seiner Webseite und in den sozialen Netzwerken.

     

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