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05:36 22 August 2019
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow (Archiv)

    „Bewusstes Provozieren“: Lawrow über US-Vorgehen gegen Nordkorea

    © Sputnik / Alexej Kudenko
    Politik
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    Die USA haben laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow Nordkorea bewusst zu „neuen drastischen Handlungen“ provozieren wollen.

    „Es gibt so ein Gefühl, dass alles absichtlich getan wurde, damit (Nordkoreas Staatschef – Anm. d. Red.) Kim Jong-un zusammenbricht und eine abenteuerliche Handlung unternimmt“, sagte Lawrow.

    Er erläuterte, dass amerikanische Kollegen im September darauf hingewiesen hätten, dass das nächste Manöver erst im Frühling stattfinden solle und Pjöngjang diese Pause nutzen könne und dabei „keine abrupten Bewegungen“ machen werde. In dieser Situation hätte man den Dialog verbessern können.

    „Wir hatten Hoffnung auf eine solche Herangehensweise, aber plötzlich führen sie im Oktober, dann im November außerplanmäßige Militärübungen durch und nun haben sie solche für Dezember angekündigt“, sagte Russlands Außenminister.

    Die Amerikaner sollten ihm zufolge „uns allen erklären, was sie damit erreichen wollen“. Falls die USA einen Anlass für die Vernichtung Nordkoreas suchen wollten, sollten sie dies direkt sagen. „Dann werden wir eine Entscheidung darüber treffen, wie wir reagieren müssen“, sagte er.

    Moskau bewertet laut Lawrow die Idee, den Sanktionsdruck auf Pjöngjang zu verstärken, als negativ. „Der Sanktionsdruck ist tatsächlich aufgebraucht“, sagte er abschließend.

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    Tags:
    Provokaitonen, Krise, Sanktionen, Sergej Lawrow, Nordkorea, USA, Russland