SNA Radio
    Raketenkomplex S-400 (Archivbild)

    Russlands Sicherheitsrat: Folgen von Raketenschlag auf Nordkorea einkalkuliert

    © Sputnik / Kirill Kalinnikow
    Politik
    Zum Kurzlink
    516110

    Russland kalkuliert laut dem Sekretär des Sicherheitsrates des Landes, Nikolai Patruschew, die Folgen einer potentiellen militärischen Lösung des Nordkoreakonflikts ein und bereitet sich darauf vor, sodass ein derartiger Ereignisablauf keine Überraschung für Moskau sein würde.

    Dabei räumte Patruschew ein, dass ein möglicher Raketenschlag gegen Nordkorea auch für Russland von Gefahr sein könnte. „Wir liegen praktisch an der Grenze zu ihnen (Nordkorea – Anm. d. Red.). Deswegen sind wir daran interessiert, dass alles auf politisch-diplomatische Weise geregelt wird“, unterstrich er.

    Zuvor hatte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, mitgeteilt, dass Russland den neuen Raketenstart in Nordkorea verurteilt und ihn als eine provokative Handlung Pjöngjangs wertet, aber zugleich alle Seiten auffordert, die Ruhe zu bewahren, damit die Situation auf der Korea-Halbinsel nicht in das schlimmste Szenario abgleitet.

    Die Situation auf der koreanischen Halbinsel bleibt äußerst angespannt. In diesem Jahr hat Nordkorea 20 Teststarts ballistischer Raketen vorgenommen. Am 3. September verkündete Pjöngjang den erfolgreichen Test eines Wasserstoff-Gefechtskopfes. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte in diesem Zusammenhang die Sanktionen gegen Nordkorea. Die USA und ihre Bündnispartner haben in der Region ihrerseits ständig breitangelegte Marineübungen durchgeführt. Die Seiten tauschen harte Erklärungen aus, wobei sie keine Variante der Entwicklung des Geschehens ausschließen, auch keine militärische.

    In der Nacht zum Mittwoch hatten japanische und südkoreanische Militärs den Start einer nordkoreanischen Rakete festgestellt. Nach vorläufigen Angaben der japanischen Verteidigungsbehörde war die Rakete nach etwa 1.000 Kilometern Flug in 250 Kilometern Entfernung von der nördlichen Präfektur Aomori innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans im Meer niedergegangen. In Tokio wird vermutet, dass es sich um eine ballistische Interkontinentalrakete gehandelt habe. Es war der erste nordkoreanische Raketenstart seit dem 15. September.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    „Bewusstes Provozieren“: Lawrow über US-Vorgehen gegen Nordkorea
    Nach jüngstem Raketentest: USA drohen Nordkorea mit „völliger Zerstörung“
    Nordkorea-Rakete kann „jeden Punkt der USA“ – und der Erde – erreichen
    Nordkorea testet erneut ballistische Rakete - Agentur
    Tags:
    Grenze, Rakete, Lösung, Konflikt, Folgen, Gefahr, Raketenschlag, Sicherheitsrat Russlands, Nikolai Patruschew, Nordkorea, Russland