22:47 22 Oktober 2018
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    Ungarns Regierungschef Viktor Orban (Archiv)

    Orban wirft „Finanzspekulant“ Soros Einmischung in Angelegenheiten Ungarns vor

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    Politik
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    Der ungarische Regierungschef Viktor Orban hat dem US-Milliardär George Soros eine Einmischung in die Wahlkampagne in Ungarn vorgeworfen, das im Frühjahr 2018 ein neues Parlament wählt, meldet die polnische Nachrichtenagentur PAP.

    „Das Netz und die Maschinerie von Soros sind in die ungarische Wahlkampagne durchgesickert. Niemand freut sich darüber. Aber man sollte dieser peinlichen Realität mit offenen Augen entgegenblicken.“ Es wäre falsch, sie zu ignorieren, wurde Orban von PAP zitiert.

    Soros realisiere auch seinen Plan, Migranten nach Europa umsiedeln zu lassen. Für Budapest sei das eine Frage von Leben und Tod. „Dieser Finanzspekulant will… unsere Lebensweise ändern, er möchte, dass wir Menschen einer fremden Kultur willkommen heißen, dass sie von uns Geld bekommen. Soros‘ Zukunftsvision unterscheidet sich kardinal von dem, was Ungarn will“, betonte der Premier.

    Die Einmischung von Soros in die Wahlkampagne in Ungarn werde darauf hinaus laufen, Publikationen zum Thema Migration und NGOs zu unterstützen, Propaganda zu betreiben und „bürgerliche Zentren“ im Land zu finanzieren.

    Orban teilte ferner mit, dass ungarische Geheimdienste einen Bericht über Aktivitäten von Soros vorbereitet hatten. Die Frage, welcher Teil des Berichts dann veröffentlicht wird, ließ der Regierungschef unbeantwortet. „Es ist nötig, vorsichtig zu sein und über Methoden Ungarns Stillschweigen zu wahren“, sagte er.

     

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    Tags:
    Vorwürfe, Einmischung, George Soros, Viktor Orban, Ungarn