23:49 20 Januar 2018
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    US-Präsident Donald Trump, Washington

    "Gehasst", "verwirrt", "Idiot" - Internationale Mainstream-Medien attackieren Trump

    © AP Photo/ Alex Brandon
    Politik
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    Mit jedem Monat, in dem Donald Trump das Amt des US-Präsidenten innehat, werden die Pressestimmen gegen den Milliardär immer kritischer und die Fragen nach seiner Regierungsfähigkeit immer lauter. Nun scheinen selbst Vertreter von internationalen Mainstream-Medien die Regierungs- und Geistesfähigkeit von Trump anzuzweifeln.

    Der 45. US-amerikanische US-Präsident, Donald Trump, hatte mit seinen oft populistisch angehauchten und unstrukturierten Reden die Präsidentschaftswahlen für sich entscheiden können. Doch in der nun laufenden Regierungszeit scheint diese Methode beim amerikanischen Wahlvolk nicht mehr anzukommen.

    Wie verschiedene US-Medien berichten, ist Trump der zwar polarisierendste, aber auch der unbeliebteste Präsident.

    Immer mehr US-Bürger und internationale Journalisten zweifeln an seiner mentalen Fähigkeit, das Amt des Präsidenten überhaupt wahrnehmen zu können.

    Selbst solche Medien-Schwergewichte wie The New York Times, The South China Morning Post, The Guardian und nun gar das Sprachrohr des US-Militärs Defense One verweisen auf teils chaotische und ungeordnete Spracheinlagen des US-Präsidenten, die in manchen Fällen an seiner geistigen Gesundheit zweifeln ließen.

    Die South China Morning Post etwa, Hong Kongs traditionelles und beliebtes Blatt, fragt direkt: „Ist Trump ein Idiot?“

    Und beantwortet es in eindeutigen Worten selbst: „Monumental ja“.

    Die New York Times verweist ebenfalls auf den offensichtlich verwirrten Zustand des US-Präsidenten und bezieht sich dabei gar auf Insider-Berichte aus seiner Administration.

    Diese würden die Sprache, das Verhalten und die Aktionen von Trump als „zunehmend verwirrt und chaotisch“ beschreiben.

    Die Guardian zweifelt zwar nicht direkt am Geisteszustand des Präsidenten, aber verweist darauf, dass er wohl „die schlechteste Wahl“ der Republikanischen Partei war, die diese überhaupt für eine Präsidentschaftskandidatur treffen konnte.

    „Kein Präsident war jemals auch nur annähernd so unbeliebt wie Trump“, so das vernichtende Urteil des Blattes.

    Und nun muss selbst das Militärjournal Defense One, das traditionell die Präsidenten der Vereinigten Staaten stützt, zugeben, dass Trump eine "anhaltende Bedrohung für die nationale Sicherheit" ist. Nicht zuletzt, weil er durch seine verwirrten Tweets zu viel und zu öffentlich über US-Interessen und Ziele plappere.

    Zunehmend mehr Parlamentarier, Militärs, Geschäftsleute und einfache Beobachter müssen feststellen, dass die Kommunikationsfähigkeit des US-Präsidenten scheinbar weiter verfällt.

    Der Satiriker John Oliver verglich ihn in diesem Zusammenhang mit einem „betrunkenen LKW-Fahrer“, der den Lastwagen in einen Unfall fährt.

    Eine sofortige Amtsenthebung ist dennoch nicht unbedingt wahrscheinlich.

    Wie die Huffington Post schreibt, würden die USA in dem Fall nämlich übergangsweise Mike Pence als 46. Präsidenten bekommen – und dieser sei „möglicherweise sogar noch gefährlicher“, so das Blatt.

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    Tags:
    Regierungsfähigkeit, Zweifel, Medien, The New York Times, The Guardian, Huffington Post, Defense One, Donald Trump, USA