01:25 01 Oktober 2020
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    Schiitische Milizen im Irak haben in der Nähe der Stadt Sindschar im Nord-Westen des Landes erneut Massengräber von durch den IS ermordeten Zivilisten entdeckt. Darüber schreibt die Miliz auf ihrer Internetseite.

    Die Stadt Sindschar ist eine irakische Stadt in der Provinz Ninawa und gleichzeitig die Hauptstadt des gleichnamigen Distrikts. Die Ortschaft gilt als das Zentrum der Religionsminderheit der Jesiden im Irak.

    Insgesamt sollen zwei Massengräber mit etwa 140 Leichen von Zivilisten, darunter zahlreiche Frauen und Kinder, in der Nähe der Stadt gefunden worden sein.

    Nun werden Spezialisten erwartet, die mit Hilfe von DNA-Tests die Identität der Opfer feststellen sollen.

    Die Jesiden sind eine im nördlichen Irak, in Nordsyrien und in der südöstlichen Türkei beheimatete und kurdisch geprägte religiöse Minderheit mit mehreren hunderttausend Angehörigen.

    Seit August 2014 sind die Jesiden Opfer einer andauernden Verfolgung, Versklavung und Ermordung durch den Islamischen Staat.

    Nach Angaben der kurdischen Partei „Patriotische Union Kurdistans“ wurden in den Jahren 2015 und 2016 in Massengräbern die Überreste von insgesamt mehr als 1.600 Jesiden entdeckt, die durch IS-Terroristen hingerichtet worden waren.

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    Tags:
    Zivilisten, Massengräber, Terroristen, Kurden, Jesiden, IS, Sindschar, Irak