06:43 10 Dezember 2019
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    Ex-Präsident Jemens Ali Saleh (Archivbild)

    Jemen: Huthi-Rebellen wollen Ex-Präsident Salih getötet haben

    © REUTERS / Khaled Abdullah
    Politik
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    Im Jemen haben Huthi-Rebellen nach eigenen Angaben den Ex-Präsidenten Ali Abdullah Salih getötet. Die Rebellen wollen das Haus des 75-Jährigen in die Luft gesprengt haben. Als dieser versucht habe, aus Sanaa in die östliche Provinz Maareb zu fliehen, sei er ums Leben gekommen, heißt es. Salihs Anhänger bestreiten das.

    Al-Mahdi Ahmad bin Yahya, Sprecher der Huthis, bestätigte auf Sputnik-Nachfrage, dass Ali Abdullah Salih tot sei. Der Ex-Präsident sei auf der Straße zwischen Sinhan und Maareb aufgespürt und bei einem Schusswechsel getötet worden.

    Salihs Anhänger weisen diese Informationen jedoch als falsch zurück. Ein Sprecher des von Salih gegründeten "Allgemeinen Volkskongresses" teilte dem Sender Sky News Arabia mit, der Ex-Präsident sei gerettet worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite gibt es bislang nicht.

    Die Huthi-Rebellen hatten in den letzten Jahren gemeinsam mit Salihs Anhängern gegen Truppen der international anerkannten Regierung gekämpft. In den vergangenen Tagen hatte sich Salih jedoch offen für Gespräche mit der Regierung bereit erklärt. Damit kündigte er das Bündnis mit den vom Iran unterstützten Huthis auf.

    Die Rebellen gingen in die Offensive gegen den früheren Verbündeten und haben nach eigenen Angaben Geländegewinne erzielt.

    Im Jemen dauert ein bewaffneter Konflikt an, an dem neben den Huthi-Rebellen und Anhängern des Ex-Präsidenten Ali Abdullah Saleh die Truppen des vertriebenen Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi beteiligt sind, die von der saudisch geführten arabischen Koalition vom Boden und aus der Luft unterstützt werden.

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