12:30 12 Dezember 2019
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    Proteste gegen Regierung, Jemen (Archiv)

    Nach Mord an Ex-Präsident: Jemens Hauptstadt gerät unter Kontrolle der Rebellen

    © AP Photo / Muhammed Muheisen
    Politik
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    Der Chef der Huthi-Rebellen, Abd al-Malik al-Houthi, hat am Montag die Aufständischen zum Sieg beglückwünscht. „An diesem außergewöhnlichen und historischen Tag gratuliere ich allen Söhnen unseres teuren Volkes. Die Verschwörung ist völlig zerschlagen“, sagte er in einer Live-Sendung des von den Huthis kontrollierten Kanals Al-Masirah.

    „Gekämpft wurde gegen bestimmte Abteilungen und ihren Führer und nicht gegen die Partei ‚Allgemeiner Volkskongress‘“, betonte Al-Houthi.

    Der Sender Sky News Arabia hat unter Berufung auf Quellen in der Partei „Allgemeiner Volkskongress“ mitgeteilt, dass die Huthi-Rebellen bei der Ermordung des ehemaligen Staatschefs Ali Abdullah Salih auch den Generalsekretär der Partei, Arif Al-Zuka, getötet haben sollen.

    Wie der ägyptische Ex-Außenminister Mohammed al-Orabi gegenüber Sputnik äußerte, wird sich der Konflikt mit neuem Schwung weiter entwickeln. „Jetzt ist mit einer Verschärfung der inneren Konfrontation zu rechnen, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem Handeln der arabischen Koalition steht“, sagte er. Seiner Meinung nach wird der Bürgerkrieg im Jemen noch umfassender sein als die Konfrontation zwischen den Huthi-Rebellen und der von Saudi-Arabien geführten Koalition.

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    Tags:
    Konfrontation, Ali Abdullah Salih, Jemen