21:20 23 Oktober 2018
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    Olga Fatkulina (Archiv)

    Eisschnellläuferin: „Wada-Whistleblower erhob Doping-Vorwürfe wegen meiner Wangen“

    © Sputnik / Grigorij Sysoew
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    Die russische Eisschnellläuferin Olga Fatkulina, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) lebenslang für Olympia gesperrt hatte, hat am Montag erklärt, wie der Doping-Kronzeuge Grigori Rodtschenkow auf seine Vorwürfe gegen sie gekommen war.

    „Rodtschenkow hat in einer seiner Behauptungen geschrieben, dass ich wegen meiner Wangen auf der Liste stehe. Er wohnte meinem Wettkampf am 11. Februar 2017 bei. Er sah mich und meine Wangen, oder zuerst meine Wangen und dann mich, und schlussfolgerte sofort, dass ich Wachstumshormone eingenommen habe. Ich habe immer gewusst, dass mir meine Bäckchen einmal nichts Gutes bringen werden“, schrieb Fatkulina auf Instagram.

    Vermutlich um zu beweisen, dass sie schon von klein auf große Backen gehabt hat, postete die Athletin einige Fotos aus ihrer Kindheit.

     

    Der Doping-Skandal in Russland war 2016 ausgebrochen, als ein entsprechender Bericht des Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) Richard McLaren veröffentlicht wurde, dem zufolge es in Russland ein umfassendes Doping-System gegeben haben soll, von dem auch höchste Staatsbeamte gewusst hätten.

    McLaren berief sich dabei zum Teil auf den ehemaligen Leiter des Moskauer Anti-Doping-Zentrums Grigori Rodtschenkow, der in die USA geflohen war und in einem großen Interview – ebenfalls für die „New York Times“ – sehr offen von vielen Manipulationen bei den Dopingtests russischer Sportler während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gesprochen hatte.

    Im September war Rodtschenkow in Russland in seiner Abwesenheit wegen der Amtsüberschreitung verurteilt worden.

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    Tags:
    Schlittschuhläuferin, Wachstumshormon, Schlussfolgerungen, Backen, Dopingliste, Doping, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Jelisaweta Kaselina, Angelina Golikowa, Olga Fatkulina, Grigori Rodtschenkow, Kanada, Russland