15:54 21 Januar 2020
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    Die britische Regierung hat die Finanzierung des Hilfsprojekts für die Polizei der oppositionellen Kräfte in Syrien eingestellt, nachdem sie feststellen musste, dass ein Teil des Geldes in die Hände der Extremisten gelangt war.

    Wie BBC berichtet, hatte London die Unterstützung polizeilicher Strukturen auf von der Opposition kontrollierten Gebieten Syriens 2014 begonnen. Vermittler sei das Unternehmen Adam Smith International (ASI) gewesen.

    Die „Freie Syrische Polizei“ sei in mehreren Provinzen tätig gewesen, darunter Aleppo, Daraa und Idlib. Gemäß den Finanzierungsbedingungen durften die Polizisten keine Waffen tragen und auf keinen Fall mit extremistischen Gruppierungen zusammenarbeiten.

    Eine BBC-Ermittlung habe nun gezeigt, dass diese Regeln verstoßen worden seien. Unter anderem sollen Polizisten Bargeld erhalten und dieses an Extremisten übergeben haben. Außerdem hätten Anführer terroristischer Gruppierungen diejenigen ernannt, die bei der Polizei dienten. Oft seien außerdem die Gehälter nicht existierenden Menschen zugeteilt worden. Laut BBC gab es auch zahlreiche Fälle der Kooperation der „Freien Syrischen Polizei“ mit der al-Nusra-Front.

    Die russische Botschaft in London hat die Situation bereits am Montag kommentiert und betont, dass Moskau schon vor langer Zeit darauf aufmerksam gemacht habe.

    „Russland spricht davon schon seit vielen Jahren. Bislang wurde dies jedoch als ‚russische Propaganda‘ und ‚Fake-News der Troll-Fabrik‘ zurückgewiesen“, schrieb die Botschaft auf Twitter.

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    Tags:
    Finanzhilfe, Extremisten, BBC, Syrien, Großbritannien