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06:22 19 Oktober 2019
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    Ein gläubiger Jude mit Kippa (Symbolbild)

    Lagerfeld holt erneut aus: „Habe wenige Araber getroffen, die sagen: Ich liebe Juden“

    © REUTERS / Alessandro Bianchi
    Politik
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    Modedesigner Karl Lagerfeld hat sich erneut zur deutschen Flüchtlingspolitik geäußert. Im Gespräch mit dem „Zeitmagazin“ und der „Vogue“ versuchte der 84-Jährige, seine Kritik an Kanzlerin Angela Merkel, die zuletzt hohe Wellen geschlagen hatte, nun zu rechtfertigen.

    Erst vor wenigen Wochen hatte Lagerfeld, wie berichtet, mit polemischer Kritik an der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Öffentlichkeit viel Aufsehen erregt. Sie würde „Millionen der schlimmsten Feinde“ der Juden ins Land lassen, hatte er dem französischen Sender C8 gesagt.

    Nun meint der 84-Jährige: „Die Leute haben das nicht verstanden. Das war eine Metapher.“

    „Die Deutschen haben Millionen von Juden umgebracht, und da schämen wir uns doch heute noch für. Und jetzt lässt Angela Merkel eine Million ihrer Erzfeinde ins Land.“ Dass alle Flüchtlinge Antisemiten seien, wolle er damit zwar nicht behaupten, „aber ich habe auch wenige Araber getroffen, die sagen: ‚Ich liebe die Juden.‘“

    Der Mode-Zar ist außerdem über den Wahlerfolg der AfD aufgebracht: „Da habe ich beinahe einen Schlag gekriegt, so aufgebracht war ich. Ich war wütend, bin es immer noch.“

    Die Ursache für den Aufschwung der Partei sieht er in der Politik der Bundeskanzlerin: „Seit Angela Merkels Umgang mit Griechenland während der Finanzkrise hatte sie in Europa den Ruf einer bösen Mutter, wie man in Frankreich sagt“, so Lagerfeld, der in Paris wohnt.

    Während der Flüchtlingskrise habe sie sich dann „als Pastorentochter ein besseres Image zulegen“ wollen. Sie sei gewarnt worden, sie würde „Millionen von Stimmen verlieren. Und genau so ist es gekommen. Bravo!“

    Lagerfeld soll am Mittwoch seine „Métiers d'Art“-Kollektion für Chanel in der Elbphilharmonie in seinem Heimatort Hamburg präsentieren.

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    Tags:
    Flüchtlingspolitik, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Angela Merkel, Karl Lagerfeld, Frankreich, Hamburg, Deutschland