22:37 15 Dezember 2017
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    USA wollen weiteren Sputnik-Broadcaster zu „Auslandsagent“ erklären

    © Sputnik/ Konstantin Chalabov
    Politik
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    In den USA droht einem weiteren Sputnik-Broadcaster die Einstufung als sogenannter „ausländischer Agent“. Das Unternehmen Multicultural Radio Broadcasting Inc. (MRBI), das Sputnik-Hörfunkprogramme auf Mittelwellen (AM) in den Vereinigten Staaten ausstrahlt, hat vom US-Justizministerium eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.

    In den USA droht einem weiteren Sputnik-Broadcaster die Einstufung als sogenannter „ausländischer Agent“. Das Unternehmen Multicultural Radio Broadcasting Inc. (MRBI), das Sputnik-Hörfunkprogramme auf Mittelwellen (AM) in den Vereinigten Staaten ausstrahlt, hat vom US-Justizministerium eine entsprechende Benachrichtigung erhalten.

    In dem Brief, der Sputnik als Kopie vorliegt, wird darauf verwiesen, dass Radio Sputnik seine Programme aus dem zu MRBI gehördenden Washingtoner Studio WZHF 1390 AM aussende. Ein weiterer Beweggrund für die Einstufung als „Agent“ sei der Artikel auf der Sputnik-Webseite mit der Überschrift „All We Hear is Radio Sputnik: Russians Invade 1390 AM Radio Station in DC“ (zu Deutsch: „Wir alle hören Radio Sputnik: Russen erobern Radiostation 1390 AM in Washington“).

    „Angesichts dieser Umstände könnte von MRBI gefordert werden, sich im Einklang mit dem Foreign Agents Registration Act (FARA) registrieren zu lassen“, heißt es in dem Schreiben.

    Bevor die endgültige Entscheidung falle, soll MRBI, so die Forderung der US-Justizbehörde, bestimmte Informationen bereitstellen, die unter anderem über Eigentumsstruktur und Dienstleitungen des Unternehmens, sein Vertragsverhältnis mit Sputnik, aber auch über den Inhalt der Sendungen und Finanzierung Aufschluss geben.

    Zuvor bereits hatte das US-Justizministerium die Broadcasting-Firma Reston Translator, die Sputnik-Sendungen im FM-Bereich in den USA überträgt, zum „ausländischen Agenten“ erklärt. Sputnik selbst blieb hiervon vorerst verschont.

    Zudem verhängten die US-Behörden Restriktionen gegen RT America. Der russische Auslandssender musste sich als „ausländischer Agent“ eintragen lassen. Seinen Korrespondenten wurde die Zulassung zum US-Kongress entzogen.

    Als Reaktion verpflichteten die russischen Behörden neun in Russland tätige US-Medien dazu, sich ebenfalls als „ausländische Agenten“ registrieren zu lassen. Betroffen waren die US-Sender Voice of America (VOA) und Radio Free Europe/Radio Liberty (RFE/RL) sowie sieben RFE/RL-Ableger.

    Tags:
    US-Justizministerium, Sputnik, USA, Russland