15:58 11 Dezember 2017
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    US-Truppen in Nordsyrien (Archivbild)

    Russischer Generalstab schildert Folgen weiterer US-Präsenz in Syrien

    © AFP 2017/ Delil Souleiman
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    Die Präsenz der US-Militärs im syrischen At Tanf behindert die Übernahme der Kontrolle über das souveräne Territorium durch die Regierungsarmee. Dies sagt der russischen Generalstabchef Waleri Gerassimow. Betroffen sind auch die Staatsgrenzen Syriens zu Jordanien und zum Irak.

    „Es ist offensichtlich, dass die Präsenz der amerikanischen Soldaten in At Tanf derzeit nicht mehr aktuell ist“, sagte Gerassimow beim jährlichen Briefing für ausländische Militärattachés. „Dies wird der Kontrollübernahme durch die Regierungstruppen über das souveräne Territorium (…) im Wege stehen.“

    Dem russischen Generalstabchef zufolge bleiben einige Bandenformationen in einem Umkreis von 50 Kilometern rund um At Tanf weiterhin präsent. Diese setzten ihre bewaffneten Ausfälle weiter fort und brächten dabei Zivilisten um.

    „Darüber hinaus erregt die Situation der humanitären Hilfslieferungen in das Flüchtlingslager Rukban, das in der unter US-Kontrolle stehenden Zone liegt, Besorgnis“, setzte Gerassimow fort. „Wegen der Position der USA hat die syrische Regierung keine Möglichkeit, humanitäre Konvois dorthin zu schicken.“

    Wie der Generalleutnant Sergej Kuralenko, Chef des Aussöhnungszentrums in Syrien, zuvor erklärt hatte, hätten die USA eine 55 Kilometer breite Zone um ihren Militärstützpunkt im syrischen At Tanf geschlossen und somit rund 50.000 Bewohner isoliert, die außerdem keinen Zugang zu humanitärer Hilfe hätten. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte diese Zone als absolut unnötig bezeichnet.

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    Tags:
    humanitäre Hilfe, Kontrolle, Präsenz, Mord, Zivilisten, Militär, Folgen, Waleri Gerassimow, At Tanf, Syrien, USA, Russland
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