01:29 15 Dezember 2017
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    Hamas-Kämpfer in Gaza-Streifen

    Hamas droht nach Jerusalem-Beschluss: „Trump wird es bereuen“

    © REUTERS/ Ibraheem Abu Mustafa
    Politik
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    Nachdem die USA Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt haben, ruft die radikalislamische Palästinenser-Bewegung Hamas zu einer neuen Intifada, einem neuen Aufstand gegen Israel, auf.

    Hamas-Führer Ismail Hanija erklärte den morgigen Freitag zum „Tag des Zorns“ und warb für einen Aufstand und eine "Befreiung" von Jerusalem und Westjordanland.

    US-Präsident Donald Trump werde seine Entscheidung bereuen, drohte der Hamas-Chef und rief die arabischen Staaten auf, jede Zusammenarbeit mit den USA abzubrechen.

    Trump hatte am Mittwoch Jerusalem als israelische Hauptstadt anerkannt und eine Verlegung der amerikanischen Botschaft aus Tel Aviv nach Jerusalem angekündigt.
    Während der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu die Entscheidung begrüßte, warnten zahlreiche Experten vor anti-amerikanischen Demonstrationen in der ganzen islamischen Welt und vor einer Terrorwelle.

    Israel hatte 1967 den von Arabern besiedelten östlichen Teil Jerusalems besetzt. Die Palästinenser sehen in Ost-Jerusalem die Hauptstadt ihres künftigen Staates. Israel sieht ganz Jerusalem als seine unteilbare Hauptstadt. International wird dieser Anspruch jedoch nicht anerkannt.

    Bislang hat es zwei palästinensische Aufstände gegen Israel gegeben. Die erste Intifada begann 1987 und ging 1993 mit der Schaffung der Palästinensischen Autonomiebehörde zu Ende. Die zweite Intifada begann 2000 und dauerte fünf Jahre.

    Tags:
    Hamas, Israel, Palästina