10:42 14 Dezember 2017
SNA Radio
    Zusammenstöße zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Protestlern in der Nähe der Stadt Ramallah im Westjordanland

    Westjordanland: Dutzende Verletzte bei Zusammenstößen nach Trumps Erklärung - FOTOs

    © REUTERS/ Mohamad Torokman
    Politik
    Zum Kurzlink
    7387

    In einer Reihe von Städten im Westjordanland ist es am Donnerstag zu Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Soldaten gekommen, ausgelöst durch die jüngste Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump. Dabei sind nach Informationen des TV-Senders Sky News Arabia Dutzende Menschen verletzt worden.

    Die Palästinenser und Israelis gerieten in Bethlehem, Ramallah, Hebron und anderen Städten im Westjordanland aneinander. Die israelischen Militärs setzten dem Sender zufolge Gummigeschosse und Tränengas gegen die Protestierenden ein.

    Schon am Vortag waren in Ramallah und anderen palästinensischen Städten Menschen auf die Straßen gegangen. Sie verbrannten unter anderem US-Flaggen. Die israelische Armee verlegte am Donnerstag zusätzliche Bataillone ans West-Ufer des Jordan-Flusses.

    Am Mittwoch hatte Trump Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt. Das löste heftige Reaktionen in der ganzen Welt aus. Viele Länder äußerten sich besorgt und wiesen darauf hin, Trumps Entscheidung könne die Friedensbemühungen im Nahen Osten gefährden.

    Der US-Kongress hatte 1995 ein Gesetz beschlossen, das die Verlegung der Botschaft nach Jerusalem vorsieht. Seitdem haben alle US-Staatschefs aus Sorge vor politischen Turbulenzen alle sechs Monate ein Dekret unterzeichnet, das die Gültigkeit des Gesetzes aussetzt.

    Zum Thema:

    Iranischer Ex-Ministerberater: Jerusalem wird nie Israels Hauptstadt
    „Trump ist Mixer“: Erdogan wird Jerusalem-Frage mit Putin erörtern
    Hamas droht nach Jerusalem-Beschluss: „Trump wird es bereuen“
    Assad: „Nicht Trump, sondern Geschichte“ besiegelt Jerusalems Schicksal
    Tags:
    Verletzte, Zusammenstöße, Donald Trump, Westjordanland, Palästina, Israel
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren