19:58 11 Dezember 2017
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    Blick auf Jerusalem (Archiv)

    Kreml: Trumps Jerusalem-Vorstoß führt zu Spaltung internationaler Gemeinschaft

    CC BY-SA 2.0 / israeltourism / Views of Jerusalem
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    Die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch Washington fördert laut Dmitri Peskow auf keine Weise den Friedensprozess im Nahen Osten. Wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten am Donnerstag ausführte, ist Moskau angesichts der entstandenen Situation äußerst besorgt.

    „Es ruft Besorgnis hervor, welche Spannung die Erklärung des US-Präsidenten Donald Trump ausgelöst hat. Wir sind der Ansicht, dass diese Entscheidung die Nahost-Regelung heute nicht nur kaum fördert, sondern umgekehrt zu einer Spaltung der internationalen Gemeinschaft führt“, erklärte Peskow am Donnerstag vor Journalisten.

    „Wir wissen, dass bei Weitem nicht alle mit der Entscheidung des US-Präsidenten einverstanden sind. Vielmehr löst sie eine ziemlich scharfe Reaktion in Ramallah und generell unter den Palästinensern aus. Aus diesem Grund sind wir nach wie vor besorgt“, so der Kreml-Sprecher.

    Mit Blick auf Zukunft sagte er: „Man muss mit politischen und diplomatischen Mitteln nach einer Lösung suchen, obwohl die Situation viel schwieriger geworden ist.“

    Am Mittwoch hatte Trump die Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt sowie gleichzeitig die Verlegung der US-Botschaft in diese Stadt verkündet. Die Entscheidung stieß international auf scharfe Kritik.

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    Tags:
    Palästinenser, Spaltung, Internationale Gemeinschaft, Hauptstadt, Nahost-Regelung, Verlegung, Anerkennung, Kreml, Donald Trump, Dmitri Peskow, Ramallah, Naher Osten, Jerusalem, Israel, Washington
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