23:23 18 Dezember 2017
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    Britische Premierministerin Theresa May und Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker

    Brüssel und London schließen Brexit-Deal

    Politik
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    Die Europäischen Union und Großbritannien haben einen Durchbruch bei den Verhandlungen über den Brexit erreicht. Das teilten EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und die britische Regierungschefin Theresa May in Brüssel mit.

    Die beiden Politiker versicherten, dass die Rechte aller EU-Bürger in Großbritannien und der Briten in der EU auch nach dem Brexit unangetastet blieben.

    Die britische Premierministerin sagte, die Integrität Großbritanniens bleibe bestehen. Zugleich werde es keine "harte Grenze" zwischen Nordirland und Irland geben, wobei Irland weiter der EU angehöre. Der nordöstliche Teil der irischen Insel, der zu Großbritannien gehört, trete dagegen aus der EU aus.

    Damit entstehe auf der Insel die einzige Landesgrenze der britischen Inseln zu einem Nachbarland. May wurde von Seiten der nordirischen Hardliner-Partei DUP unter Druck gesetzt, auf deren Unterstützung Mays Regierung seit der jüngsten Wahlschlappe bei den Neuwahlen angewiesen ist.

    Brüssel und London verhandeln seit Juni über die Bedingungen des für 2019 geplanten EU-Austritts Großbritanniens. Am Montag scheiterte der Versuch, erste Kompromisse zu erzielen. Wichtigster Streitpunkt blieb die Frage, wie Grenzkontrollen zwischen dem EU-Mitglied Irland und dem britischen Nordirland vermieden werden können.

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    Tags:
    Gespräche, Deal, Schließung, Brexit, Handel, EU-Kommission, EU, Großbritannien
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