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    Trump will private Spione – Ex-FBI-Chef: No Way!

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    Trumps Administration will ein privates Spionagenetz um den Globus spannen, dessen Agenten allein dem US-Präsidenten und dem CIA-Direktor unterstehen sollen. Dies berichtet das Portal „The Intercept“ mit Verweis auf anonyme Quellen. Dieses Vorhaben berge ein enormes Risiko in sich, warnt indes ein ehemaliger FBI-Ermittler im Sputnik-Interview.

    Ein gefährlicher Schritt, ein Holzweg sei es, private Aufklärungsdienste anstelle staatlicher Strukturen einzusetzen, sagt der ehemalige FBI-Offizier Marc Rossini im Sputnik-Gespräch.

    „Das haben wir im Irak-Krieg gesehen. Die Aufklärungsdaten von US-Geheimdiensten passten George W. Bush nicht – besser gesagt: Sie passten Cheney und Rumsfeld nicht – also wurde eine neue Organisation innerhalb des Pentagons geschaffen, die dann die passenden Daten lieferte, um einen Einmarsch in den Irak zu rechtfertigen“, so Rossini.

    Der Weg, den die Trump-Administration jetzt gehen wolle, führe ebenfalls in die Irre: „Man darf Informationen, die ein Geheimdienst ausgekundschaftet hat, nicht an die eigene Meinung anpassen. Aufklärungsdaten sollen in bestimmten Fragen zu einer Einsicht verhelfen. Man muss mittels dieser Daten entscheiden können, was getan werden, welchen Kurs man verfolgen muss“, erklärt der ehemalige Agent. Wenn Informationen aber an bestimmte Ansichten angepasst würden, sei es so, als ob man vor Gericht Indizien fälschen würde.

    Und dann besteht noch die Frage: Wer soll diese Überwacher eigentlich überwachen? Stehen die privaten Ermittler etwa über dem Gesetz?

    Es sei doch an sich ein Verbrechen, wenn man den gesetzlichen Rahmen verlasse, so der ehemalige Ermittler: „Ich weiß nicht, was richtig daran sein soll, wenn man den Weg der Lüge geht.“ Die Frage sei ja auch:

    „Welche Vollmachten und Rechte hat denn so ein privater Auslandsagent? Was, wenn er auffliegt? Jedes Mal, wenn ich im Auftrag der Regierung auf Auslandsmission geschickt wurde, hatte ich einen Diplomatenpass und genoss Immunität…“

    Als eine Ergänzung könne er sich so einen privaten Geheimdienst schon vorstellen, sagte Rossini weiter. „Aber ihre Daten statt der offiziellen Geheimdienstinformationen zu verwenden, das ist der falsche Weg.“

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    Tags:
    Spione, Agenten, Geheimdienste, Gefahr, Privatisierung, Spionage, FBI, CIA, Donald Trump, USA