02:17 24 Oktober 2018
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    Die sowjetische fahrzeuggestützte atomarbestückbare Mittelstreckenrakete RSD-10 Pioner (Nato-Code: SS-20). Hier als Museumsexponat.

    Russischer Ex-Luftwaffenchef stellt USA „mächtigere Waffe“ in Aussicht

    © Sputnik / Anton Denissow
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    Der russische Ex-Luftwaffenchef Viktor Bondarew, der seit September den Verteidigungsausschuss des Oberhauses leitet, hat die USA vor einem einseitigen Rücktritt vom Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (INF) gewarnt. Wenn das doch passieren sollte, werde Russland schnell eine Antwort parat haben, sagte der Generaloberst am Freitag.

    „Mit der Unterzeichnung dieses Vertrages vor 30 Jahren wurde das Wettrüsten beendet und möglicherweise ein Atomkrieg verhindert“, sagte Bondarew. Er beschuldigte die USA, den INF-Vertrag, der auch heute noch sehr wichtig sei, „insgeheim zu verletzen“.

    Wenn Washington aus dem Vertrag formell aussteigen würde, würde Moskau schnell eine Antwort vorbreiten, sagte Bondarew.

    „Wir verfügen über die technischen Möglichkeiten, um unsere Truppen kurzfristig mit einer noch mächtigeren Waffe auszustatten“.

    Der INF-Vertrag war am 8. Dezember 1987 von den damaligen Präsidenten der UdSSR und der USA, Michail Gorbatschow und Ronald Reagan, unterzeichnet worden. Darin verpflichteten sich beide Staaten, sämtliche Raketen mit mittlerer (1000 bis 5500 Kilometer) und kürzerer (500 bis 1000 Kilometer) Reichweite zu vernichten und keine neuen mehr zu produzieren.

    Im November dieses Jahres hat der US-Kongress 58 Millionen Dollar für die Entwicklung von bodengestützten Mittelstreckenraketen gebilligt. Die Entscheidung wurde mit einer angeblichen Verletzung des INF-Vertrags durch Russland begründet. Russland bestreitet das.

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    Tags:
    Mittelstreckenrakete, INF-Vertrag, Föderationsrat, Viktor Bondarew, USA, Russland