11:34 26 April 2018
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    US-Präsident Donald Trump bei Nato-Gipfel in Brüssel

    Trump an Nato-Länder: Wer "vor Russland geschützt" werden will, soll blechen

    © REUTERS / Jonathan Ernst
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    US-Präsident Donald Trump hat seien Unwillen geäußert, Nato-Staaten zu schützen, die ihre Präsenz in der Allianz nicht bezahlen wollen.

    In seiner Rede bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Florida am Freitag (Ortszeit) verwies Trump darauf, er habe beim Nato-Gipfel in diesem Jahr deutlich gesagt, dass die Nato-Länder „zahlen müssen". Sonst hätten sie nichts in der Allianz zu suchen, so der US-Präsident.

    „Ich habe ihnen angedeutet: Falls ihr nicht zahlen werdet, werdet ihr auch nicht hier sein", sagte er. „Wir haben beispielsweise ein Land, das nicht zahlt, dann beginnt dieses Land mit jemandem anzubändeln — mit Russland? Das Land zahlt nicht, wird aggressiv, und wir finden uns im Dritten Weltkrieg für ein Land wieder, das nicht einmal zahlt", äußerte er.

    Zudem beschrieb er sein Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, von der er eine Erhöhung der Nato-Beiträge durchsetzen wollte: „Wir schützen sie (die Deutschen — Anm. d. Red.) ja, wir haben 40.000 Soldaten in Deutschland, niemand weiß davon!", betonte er. „Ich sage ihr: ‚Gebt uns doch ein bisschen ‘. Sie sagt: ‚Donald, das wird dem deutschen Volk nicht gefallen‘. Und ich: ‚Weißt du was? Das gefällt dem US-amerikanischen Volk nicht‘".

    Mitte November 2017 hatte Trump darauf verwiesen, dass das nordatlantische Bündnis dank ihm „Abermilliarden von US-Dollar erhalten wird".

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    Beiträge, Erhöhung, Schutz, NATO, Donald Trump, Angela Merkel, Deutschland, USA, Russland
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