19:14 23 April 2018
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    Kampfjet des Typs Su-35

    Angst vor russischer Su-35? – Washingtons F-22 flieht in Iraks Luftraum

    © Foto : Sukhoi Company
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    Wieder ist es im syrischen Luftraum zu einem gefährlichen Vorfall zwischen russischen und amerikanischen Kampfjets gekommen. Eine amerikanische F-22 musste in Iraks Luftraum fliehen. Der offizielle Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow hat nun erklärt, warum die US-Luftwaffe bewusst solche Zwischenfälle provoziert.

    Der Luftraum über Syrien ist voll von Kampfjets verschiedener Nationen. Alle geben an, gegen den „Islamischen Staat“ zu kämpfen, doch die Realität sieht wohl anders aus.

    Konaschenkow hat erklärt, amerikanische Flugzeuge würden gezielt russische Kampfjets bei ihren Kampfmissionen gegen Terroristen behindern.

    Oft würden Washingtons Jets bewusst russische Luftschläge gegen IS-Stellungen und deren Militärtechnik erschweren.

    So habe es am 23. November ein „Vorzeigebeispiel“ amerikanischer Störaktionen beim Kampf gegen den Terror gegeben. Eine amerikanische F-22 habe aktiv zwei russische Su-25 dabei behindert, einen Stützpunkt des IS im Vorort der Stadt al-Mayadin zu vernichten.

    „Das Flugzeug F-22 hat Hitzefallen (in der Nähe russischer Flugzeuge – Anm.d.Red.) abgeschossen und durch das Ausfahren der Bremsschilde mit permanentem Manövrieren ein Luftgefecht imitiert“, sagte der Vertreter des Verteidigungsministeriums.

    Erst nach dem Auftauchen des Luftüberlegenheitsjägers Su-35 habe das US-Flugzeug seine gefährlichen Manöver eingestellt und „sich schleunigst beeilt, in den Luftraum Iraks zu verschwinden“.

    Weiterhin betonte Konaschenkow, dass die Anfrage der russischen Militärs an die amerikanische Seite wegen dieser Vorfälle unbeantwortet geblieben sei.

    Die Su-35 und ihre Möglichkeiten im Video:

    „Und was die verbalen Drohungen gegen russische Flugzeuge angeht, so empfehlen wir bestimmten Vertretern des Zentralkommandos der US-Streitkräfte, ihre Gedankenwege ein wenig zu filtern und sich auf die Vernichtung von IS-Terroristen im Irak zu konzentrieren, anstatt Zwischenfälle in der Luft zu provozieren ", betonte Konaschenkow.

    Damit reagiert die russische Verteidigungsbehörde auch auf Anschuldigungen des Pentagon, dessen Vertreter in einem Interview für die New York Times Russland „gefährliche Annäherung“ an amerikanische Flugzeuge vorgeworfen haben.

    Damien Pickart, Vertreter des Zentralkommandos der US-Armee, hat sogar erklärt, russische Kampfflugzeuge würden „in unseren Luftraum östlich des Euphrat“ eindringen.

    Die Tatsache, dass ein US-Militär einen Teil des syrischen Luftraumes als „unseren Luftraum“ definiert, löste derweil völliges Unverständnis beim russischen Kommando aus.

    „Im Gegensatz zu Russlands Luft- und Weltraumkräften agiert die US-geführte Koalition in Syrien rechtswidrig. Die Vertreter des Pentagon sollten sich daran erinnern, dass Syrien ein souveräner Staat und ein Mitglied der Uno ist, sodass es keinen ‚eigenen‘ Luftraum der USA dort gab und auch nicht geben kann“, erklärte Konaschenkow.

    Erst in dieser Woche hat Russland die komplette Befreiung Syriens vom IS verkündet. Keine einzige Ortschaft sei nun unter der Kontrolle des Terrorkalifats.

    In der Schlussphase habe die russische Luftwaffe dabei eine „beispiellose“ Luftkampagne geführt, bei der täglich mehr als 100 Kampfeinsätze gegen Terroristen geflogen worden seien. Innerhalb von fünf Tagen seien so die letzten Stellungen vernichtet und über 500 Terroristen getötet worden.

    Derweil haben die USA bereits versucht, die Erfolge Russlands im Kampf gegen den IS in Syrien zu relativieren und die Vernichtung des „Islamischen Staates“ als ihren eigenen Verdienst zu verkaufen. So hatte der Pentagon-Sprecher Eric Pahon erklärt, die russische Luftwaffe habe nur einen kleinen Anteil zum Sieg beigetragen, während der Großteil der Befreiungsoperation von der US-geführten Koalition durchgeführt worden sei.

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    Tags:
    Kampf gegen den Terror, Luftschläge, Luft- und Weltraumtruppen Russlands, IS, Pentagon, Igor Konaschenkow, Syrien, USA, Russland
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