21:19 21 Juli 2018
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    Ausstellung der chinesischen Leistungen, Peking (Archivbild)Große Halle des Volkes - Wird die Weltkugel bald chinesisch?

    Wie die Weltkugel chinesisch wird – Pekings neue globale außenpolitische Strategie

    © AP Photo / Mark Schiefelbein © AFP 2018 / GREG BAKER
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    Die Staaten der Welt und ihre nationalen Interessen sollen zur Geschichte werden. Alle Länder sollten sich im Interesse der globalen Entwicklung unter einer gemeinsamen Weltregierung vereinigen. So kommentiert die Nachrichtenagentur Xinhua den Dialog der Kommunistischen Partei Chinas mit Parteien aus aller Welt vom 1. bis 3. Dezember in Peking.

    „Die Gemeinschaft des gemeinsamen Schicksals für die gesamte Menschheit“ – so der Titel des Kommentars – werde helfen, eine bessere Welt aufzubauen und die Menschen von Ängsten, Armut und Isolierung zu befreien.

    Wie die russische Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ bemerkt, sei es die weltweit erste solche Konferenz von Vertretern von etwa dreihundert politischen Parteien aus mehr als 120 Ländern gewesen.

    Die am Ende des Dialogs angenommene „Pekinger Initiative“ rufe die Menschen dazu auf, die Idee des gemeinsamen Schicksals zu entwickeln und voranzutreiben, schreibt die Zeitung.

    Das neue Denken solle die Konsolidierung einer weltumspannenden Regierung im Bereich der Sicherheit für die kommenden Jahrzehnte vorantreiben.

    Die Menschen sollten den Kalten Krieg, die Politik der Stärke und das Nullsummenspiel in den internationalen Beziehungen aufgeben.

    Protektionismus, Exklusionismus und Isolationismus sollen den Weg freimachen für den multilateralen Handel, die gegenseitig vorteilhafte Zusammenarbeit und eine multilateral abgestimmte Makropolitik.

    Wie die Nachrichtenagentur Xinhua hervorhebt, würde nicht nur die Gefahr eines Krieges den Weg zu einer besseren Welt verhindern, sondern auch der Hunger in vielen Teilen der Welt, das Ungleichgewicht zwischen dem globalen Norden und Süden, die klaffende Wohlstandslücke, die digitale Barriere, der Terrorismus, die zunehmende Unsicherheit im Cyberspace, Infektionen, der Klimawandel usw.

    Kein Land könne sich alleine den vielen Herausforderungen widersetzen, die auf die Menschheit zukommen würden.

    Das alte Denken nach dem Prinzip „der Sieger bekommt alles“ werde im Endergebnis den „Siegern“ ihren eigenen Weg versperren und der Zukunft der gesamten Menschheit schaden, heißt es weiter in den chinesischen Kommentaren.

    Mehr als 700 Millionen Menschen würden derzeit auf der Erde in äußerster Armut leben. Die gleiche Anzahl von Menschen habe China von unter der Armutsgrenze seit dem Beginn der Politik der Reformen und der Offenheit herausholen können. Bis zum Jahr 2020 wolle Peking weiterhin die Armut in allen ländlichen Regionen komplett besiegen, so der Kommentar.

    China wolle sein Staatsmodell nicht exportieren, aber seine erfolgreiche Erfahrung könnte anderen Staaten wirksame Alternativen zur Lösung ihrer verschiedenen Probleme geben, verspricht Peking.

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    Tags:
    Gesellschaft, Menschheit, Außenpolitik, Geopolitik, Zivilisation, Kommunistische Partei Chinas, China
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