14:58 20 Juli 2018
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    „Versprechen einhalten“: Havanna fordert von USA Zehntausende Einreisevisa im Jahr

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    Kuba hat von den US-Behörden gefordert, ihr Versprechen zur Ausstellung von mindestens 20.000 Einreisevisa im Jahr für Migranten einzuhalten. Das geht aus einer Mitteilung des kubanischen Außenministeriums über die Ergebnisse der bisher letzten Runde der bilateralen Verhandlungen in Washington hervor.

    „Was die geltenden Migrationsabkommen betrifft, so haben Vertreter Kubas von der Regierung der USA gefordert, ihrer Verpflichtung nachzukommen, kubanischen Bürgern jährlich mindestens 20.000 Einreisepapiere auszustellen, damit sie in dieses Land emigrieren können“, heißt es in einem Kommuniqué des kubanischen Außenministeriums.

    Die kubanische Seite hat laut Medienberichten ihr tiefstes Bedauern über die negativen Folgen der „einseitigen, unbegründeten und politisch motivierten“ Schritte der Trump-Administration im Bereich der Migrationsbeziehungen zwischen beiden Ländern geäußert.

    US-Präsident Donald Trump hatte im Juni die Absage an die „fehlerhafte“ Politik seines Amtsvorgängers zur Normalisierung der Beziehungen zu Havanna angekündigt. Das Weiße Haus ließ verlauten, dass die USA das gegen Kuba verhängte Embargo aufrechterhalten und gegen die Appelle der Uno und anderer internationaler Organisationen zu dessen Aufhebung auftreten würden.

    Das kubanische Außenministerium hat außerdem die Ausweisung einer größeren Gruppe kubanischer Diplomaten aus Washington verurteilt.

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    Tags:
    Einreisevisa, Außenministerium, Donald Trump, USA, Kuba
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