21:40 19 Juli 2018
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    Waffenembargo: Libyen bittet um eine Ausnahme

    © REUTERS / Valentyn Ogirenko
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    Libyen bittet nicht um eine vollständige Aufhebung des Waffenembargos, sondern um eine diesbezügliche Ausnahme für den Schutz des Präsidenten und der Grenzen des Landes. Dies erklärte der Chef des Außenamtes der Regierung der nationalen Einheit Libyens, Mohammed Taher Siala, am Mittwoch.

    „Wir bitten nicht darum, alle Sanktionen aufzuheben. Wir bitten um einige Ausnahmen dafür, was den Schutz des Präsidenten und der Grenzsoldaten betrifft, die die Meeresgrenzen schützen“, antwortete er beim Diskussionsforum „Valdai“ auf die Frage bezüglich der Aufhebung des Waffenembargos für Libyen.

    Siala zufolge versteht man, dass nicht alle Sanktionen aufgehoben werden, „denn die Zeit ist noch nicht gekommen“. „Allerdings müssen sich diese Sanktionen allmählich bewegen, damit diejenigen, die gegen den Terrorismus gekämpft haben, gute Waffen bekommen können“, so der libysche Chefdiplomat.

    Das UN-Waffenembargo war 2011 nach dem Beginn des Aufstandes gegen Muammar al-Gaddafi verhängt worden. Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi wurde am 20. Oktober 2011 von Rebellen ermordet, die von der Nato Unterstützung erhielten. Der damals im Land ausgebrochene Bürgerkrieg wird praktisch bis heute geführt. Das Land befindet sich in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen Krise.

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    Tags:
    Waffenembargo, Aufhebung, Krise, Rebellen, Sanktionen, Regierung der nationalen Einheit Libyens, Valdai-Diskussionsclub, NATO, Mohammed Taher Siala, Muammar al-Gaddafi, Waldai, Libyen, USA
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