01:15 24 April 2018
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    Panzir-S1 bei den Übungen der russischen Nordflotte

    Russische Exportwaffen für Nahost: „Rasant zunehmendes Interesse“

    © Foto: Russlands Verteidigungsministerium
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    Moderne russische Luftabwehrsysteme und Panzer werden potenziellen Importeuren im Nahen Osten aktiv angeboten – und scheinen dank ihrer Parameter keine schlechten Chancen zu haben. Die Zeitung „Iswestija“ analysiert die Lage im Hinblick auf die Rüstungsmesse Gulf Defense & Aerospace in Kuwait.

    Sergej Goreslawski, Vizechef des für russische Waffenexporte zuständigen Staatsunternehmens Rosoboronexport, sagte der Zeitung, Kuwait bekunde Interesse am modernisierten Panzer T-90MS: „Es war kein Zufall, dass wir 2014 die ersten ausländischen Tests dieses modernsten Kampffahrzeugs ausgerechnet unter kuwaitischen Klimaverhältnissen durchgeführt hatten. Der russische Panzer zeigte sich von seiner besten Seite. Natürlich möchten wir dieses Interesse in eine praktische Dimension überführen.“

    Der T-90MS ist eine grundlegend modernisierte Version des T-90-Panzers, der auch den syrischen Streitkräften zur Verfügung steht und im Kampf gegen die Dschihadisten zum Einsatz kam.

    Die Zeitung kommentiert in ihrer Onlineausgabe: „Wenn man eine Parallele zur Luftwaffe zieht, lässt sich der T-90MS laut russischen Militärexperten mit dem Su-35S-Kampfjet vergleichen, bei dem es sich um eine grundlegende Modernisierung der bewährten Plattform Su-27/30 handelt. Der T-14 Armata, der zur nächsten Panzer-Generation zählt, könnte im Rahmen dieser Analogie mit dem Su-57-Kampfjet verglichen werden.“

    Wie es in dem Bericht heißt, zählen auch russische Luftabwehrsysteme zu den Stars internationaler Rüstungsmessen. Vor allem geht es dabei um das Panzir-S1-System, das bereits aktiv exportiert wird. Als erste hatten die Vereinigten Arabischen Emirate diese Waffe gekauft und positiv bewertet.

    Goreslawski betonte: „Die Verhandlungen, die von Rosoboronexport und russischen Rüstungsbetrieben geführt werden, spiegeln das rasant zunehmende Interesse von Nahostländern an dem Panzir-S1-System wider.“

    Die Zeitung schreibt weiter: „Als aufgehender regionaler Stern darf das russische Luftabwehrsystem S-400 bezeichnet werden. Zu dessen Käufern zählen bereits die Türkei und Saudi-Arabien. Das Interesse für diese Waffe steigt vor dem Hintergrund der aufgewiesenen Nachteile der Patriot-Systeme, die von den saudischen Streitkräften eingesetzt werden, um ballistische Kurzstreckenraketen im Jemen-Konflikt abzufangen.“

    Wie die Zeitung erläutert, ist das S-400-System dank seiner Parameter auch für die Bekämpfung ballistischer Ziele gut geeignet: „Angesichts der steigenden Zahl taktischer ballistischer Raketen in den Armeen von Entwicklungsländern ist eine geografische Erweiterung der S-400-Lieferungen wahrscheinlich.“

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    Tags:
    Waffen, Export, S-400, Panzir-S1, T-90MS, Russland