19:47 21 Oktober 2018
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    US-Präsident Donald Trump (Archiv)

    Trump hofft auf Putins Hilfe bei Konfliktregelung mit Nordkorea

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    Politik
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    Im Gegensatz zu Russland hilft China laut US-Präsident Donald Trump, die Situation um das nordkoreanische Atomprogramm zu regeln. Dies berichtet die Agentur Reuters am Freitag.

    Dem US-Staatschef zufolge hat Washington mit einer größeren Unterstützung von Wladimir Putin bei der Konfliktregelung mit Nordkorea gerechnet. Das habe er ihm auch bei ihrem gemeinsamen Telefonat mitgeteilt.

    „Hauptthema des Gesprächs war Nordkorea, da wir sehr gerne seine (Putins – Anm. d. Red.) Unterstützung hätten. China hilft, Russland hilft nicht, dabei würden wir gerne von Russland Hilfe bekommen“, so Trump.

    Die Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump, hatten in der Nacht zum Freitag ein Telefonat geführt. Aus dem Weißen Haus hieß es, die Staatschefs hätten „ihre gemeinsame Arbeit zur Regelung der sehr gefährlichen Situation in Nordkorea“ erörtert. Das Gespräch sei auf Initiative der USA erfolgt.

    Am Donnerstag war Putin bei seiner traditionellen Jahrespressekonferenz ebenso auf das Thema Nordkorea angesprochen worden. Der Präsident verwies darauf, dass Russland Nordkorea nicht als Kernwaffenmacht anerkenne und dass alles, was in dem Land vor sich gehe, „kontraproduktiv“ sei.
    Die Situation auf der Korea-Halbinsel bleibt äußerst angespannt. In diesem Jahr hat Nordkorea 20 Teststarts ballistischer Raketen vorgenommen. Am 3. September verkündete Pjöngjang den erfolgreichen Test eines Wasserstoff-Gefechtskopfes. Der UN-Sicherheitsrat verschärfte in diesem Zusammenhang die Sanktionen gegen Nordkorea. Die USA und ihre Bündnispartner haben ihrerseits in der Region ständig breitangelegte Marineübungen durchgeführt. Die Seiten tauschen harte Erklärungen aus, wobei sie keine Variante der Entwicklung des Geschehens ausschließen, auch keine militärische.

    Zuletzt hatten japanische und südkoreanische Militärs in der Nacht zum 29. November den Start einer nordkoreanischen Rakete festgestellt. Nach Angaben der japanischen Verteidigungsbehörde ist die Rakete nach etwa 1.000 Kilometer Flug in 250 Kilometer Entfernung von der nördlichen Präfektur Aomori innerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans im Meer niedergegangen.

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    Tags:
    Sanktionen, Raketentests, Konfliktregelung, Unterstützung, UN-Sicherheitsrat, Reuters, Wladimir Putin, Donald Trump, Pjöngjang, Aomori, Japanisches Meer, Japan, Koreanische Halbinsel, Washington, China, Nordkorea, Russland, USA