15:57 23 Juli 2018
SNA Radio
    Ex-Fernsehmoderatorin und nun Putin-Rivalin Xenia Sobtschak stellt Wladimir Putin ihre Frage bei der Großen Pressekonferenz

    Putin-Rivalin Sobtschak steigt aus dem Wahlrennen aus, wenn…

    © RIA Novosti . Evgenij Bijatov
    Politik
    Zum Kurzlink
    Präsidentschaftswahl in Russland 2018 (24)
    1322160

    Die russische Ex-Fernsehmoderatorin Xenia Sobtschak will eigentlich bei der Präsidentenwahl 2018 als Gegenkandidatin zu Russlands Präsident Wladimir Putin antreten. Nun hat sie jedoch Bedingungen genannt, unter denen sie im Interesse anderer Oppositionsvertreter aus den Wahlen aussteigen könnte.

    „Ich zum Beispiel bin in vielen Aspekten mit Nawalny (der russische Oppositionelle Alexej Nawalny – Anm.d.Red.) nicht einverstanden. Aber wir haben mit Nawalny und Jawlinski (ebenfalls Oppositioneller – Anm.d.Red.) ein gemeinsames Ziel (…). In diesem Zusammenhang bin ich bereit, bis zum Äußersten zu gehen – bis hin zum Rückzug meiner Kandidatur“, erklärte Sobtschak.

    Ihre eigene Kandidatur werde die ehemalige Fernsehmoderatorin nach eigenen Angaben jedoch nur dann bereit sein zu opfern, wenn der Oppositionelle, zu dessen Gunsten das geschehen soll, auch als ein offizieller Kandidat für die Wahlen zugelassen sein würde.

    Kurze Zeit später wurden allerdings die Worte der Putin-Rivalin von ihrer eigenen offiziellen Vertreterin, Xenia Tschudinowa, relativiert.

    Sobtschak werde ihre Kandidatur nur für Nawalny zurückziehen, jedoch kaum für Grigori Jawlinski, den Gründer der einst bekannten, nun aber kaum präsenten Oppositionspartei „Jabloko“.

    Nawalny wird allerdings aufgrund verschiedener juristischer Verfahren gegen ihn frühestens nach 2028 an Wahlen teilnehmen können.

    Am Donnerstag erst hatte Xenia Sobtschak den russischen Präsidenten auf seiner traditionellen Großen Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass verschiedenen Oppositionspolitikern wie etwa Alexej Nawalny angeblich Hindernisse in den Weg gelegt würden, um sie an einer Kandidatur bei den Wahlen zu hindern.

    Die TV-Moderatorin fragte, ob die Regierung denn Angst vor einer ehrlichen Konkurrenz habe.

    Darauf antwortete Putin mit einem kurzen und unmissverständlichen „Nein, sie hat keine Angst“ und empfahl den Oppositionsvertretern im Gegenzug, „ein positives Aktionsprogramm“ auszuarbeiten, statt „gegen alle“ zu sein.

    Die nächste Präsidentschaftswahl in Russland ist für den 18. März 2018 angesetzt. Obwohl der langjährige Amtsinhaber Wladimir Putin erst unlängst seine Kandidatur bekannt gegeben hat, gilt er laut Umfragen schon seit Monaten als haushoher Favorit.

    Themen:
    Präsidentschaftswahl in Russland 2018 (24)

    Zum Thema:

    Wer hat Trump das erlaubt? Telefonat mit Putin sorgt für Aufregung in USA
    Kreml: Darum will Putin den Oppositionellen Alexej Nawalny nicht beim Namen nennen
    Putin und Trump einigen sich: So soll mit Nordkorea umgegangen werden
    Telefonverhandlungen: Trump dankt Putin – wofür?
    Putin als unabhängiger Kandidat: Was bedeutet das für seine Kampagne?
    Tags:
    Präsidentschaftswahl, Rückzug, Kandidatur, Opposition, Grigori Jawlinski, Xenia Sobtschak, Alexej Nawalny, Wladimir Putin, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren