09:26 16 Oktober 2018
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    Первый постсанкционный иранский Airbus A321

    USA wollen Boeing- und Airbus-Jets nicht in den Iran lassen

    © REUTERS / Tasnim News Agency
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    Die Regierung Trump entwickelt eine Strategie, die die Verkaufspläne von Hunderten Jets der Unternehmen „Boeing“ und „Airbus“ an iranische Flugzeuggesellschaften verhindern soll. Dies berichtete die Zeitung „The Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Beamte.

    Demnach ist die US-Regierung darüber besorgt, dass die neuen (oder auch die alten) Flugzeuge von den iranischen Fluggesellschaften zur Beförderung von Waffen und Soldaten nach Syrien benutzt werden könnten. Trumps Team habe die Vorschläge dem US-Präsidenten zwar noch nicht vorgelegt. Allerdings handle es sich um Optionen wie Verkaufsverbote, ein langsam funktionierender Genehmigungsmechanismus und verschärfte Regelungen, die die Lieferungen einstellen könnten.

    Die von „Boeing" und „Airbus" angekündigten Abkommen sehen den Verkauf von rund 300 Jets an iranische Fluggesellschaften im Gesamtwert von etwa 40 Milliarden US-Dollar vor.

    Der europäischer Rüstungskonzern „Airbus", der drei Jets der „Iran Air" bereits geliefert habe, könne von den neuen Regelungen der US-Regierung ebenfalls betroffen sein. Denn eine große Menge von Bestandteilen für seine Flugzeuge würden in den USA hergestellt.

    2016 hatte die Fluggesellschaft „Iran Air" mit dem US-amerikanischen Flugzeug- und Hubschrauberhersteller „Boeing" einen Vertrag abgeschlossen. Demnach sollten bis 2026 50 Flugzeuge vom Typ Boeing 737 und 30 vom Typ Boeing 737 geliefert werden. Im Juni 2017 hatten „Boeing" und die Fluggesellschaft „Iran Aseman Airlines" ein Abkommen zur Lieferung von 60 Boeing-737-MAX-Maschinen vereinbart.

    Im Juli 2015 hatten sich der Iran und die Gruppe „5+1" (Russland, die USA, Großbritannien, China, Frankreich und Deutschland) in Wien auf ein Atomabkommen geeinigt — mit dem Ziel, den Streit mit Teheran beizulegen. Im Dokument ist festgeschrieben, dass der Iran keine Atomwaffen herstellt,aber zivil Atomkraft nutzen kann.

    Im Rahmen des Atom-Deals wurde der sogenannte Gemeinsame Umfassende Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA) beschlossen. Wenn der Iran den Plan befolgt sollen die Sanktionen aufgehoben werden, die vom US- Sicherheitsrat, den USA und der EU gegen ihn verhängt worden waren.

    Mitte Oktober hatte sich US-Präsident Donald Trump geweigert, dem US-Kongress zu bestätigen, dass der Iran das Atomabkommen erfülle. Er merkte in seiner Rede an, das Abkommen mit dem Iran sei eines der schlimmsten, dem die USA je beigetreten sei. Es werde gekündigt, falls sich die US-Administration mit dem Kongress und den Bündnispartnern nicht einigen könne.

     

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