07:13 20 Juli 2018
SNA Radio
    Kiew, 17. Dezember

    Kiew: Saakaschwilis Anhänger stürmen Gebäude neben Maidan – VIDEO

    © Sputnik / Stringer
    Politik
    Zum Kurzlink
    93547

    Nach Tumulten und Handgreiflichkeiten zwischen Demonstranten und der Polizei haben die Unterstützer des georgischen Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili den Oktober-Palast – ein Kulturgebäude nahe dem Majdan Nesaleschnosti – gestürmt.

    Die Aktivisten, die sich heute zu einem Protest nahe dem Maidan versammelt hatten, brachen die Türen zu dem Palast ein, konnten das Gebäude jedoch längere Zeit nicht betreten — die Polizei versprühte vorsorglich Tränengas auf der Straße und Feuerlöscher in den Räumen.

    Laut Saakaschwili sollte in dem Palast eigentlich ein Stab eingerichtet werden, die Demonstranten zogen jedoch nach einer Weile weiter – aus dem Grund, weil dort eine Kinderveranstaltung stattgefunden haben soll.

    Ungehindert zog der Protestzug zum Majdan Nesaleschnosti, wo nun weiterprotestiert werden soll.

    Saakaschwili teilte selbst mit, er wollte den Palast nicht stürmen. „Ich weiß nicht, wer dort weiter hinkommen will. Das ist nicht die Werchowna Rada (ukrainisches Parlament), wir brauchen keine Gewalt! Wer Gebäude stürmen will – Entschuldigung, aber wir machen es anders“, so der Politiker.

    Er bezeichnete den Vorfall als eine Provokation. „Man hat uns gesagt, wir können dorthin gehen und eine Veranstaltung durchführen. Aber dort war ein Konzert. Man empfing uns mit Rauchsignalen und Gas“, erläuterte Saakschwili.

     

    Laut dem Berater des ukrainischen Innenministeriums, Sorjan Schkirjak, erlitten dabei Dutzende Polizisten Verletzungen.

    „Jetzt ist die Rede von Dutzenden verletzten Polizisten. Nach letzten Angaben wurden mehr als 30 Polizisten verletzt, aber ich glaube, diese Zahl kann steigen, nach der Klarstellung werden wir sie veröffentlichen“, sagte Schkirjak dem Sender „112 Ukraina“.

    Tags:
    Michail Saakaschwili, Petro Poroschenko, Kiew
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren